Brände in Australien: Versace verzichtet auf Känguru-Leder

Die Buschbrände haben dramatische Folgen auf die Känguru-Population. Der Tierschutzverband LAV rief die Regierung in Rom auf, den Import von Känguru-Leder für italienische Modeunternehmen zu verbieten.

Ein aus den Bränden gerettetes Känguru.
© Saeed Khan/AFP

Rom, Canberra – Wegen der verheerenden Brände in Australien verzichtet Versace auf Känguru-Leder für ihre Kollektionen. Die italienische Modegruppe folgte damit einem Aufruf des Tierschutzverbands LAV, der den Beschluss in einer Presseaussendung als "Geste der Verantwortung" bezeichnete.

Die Buschbrände haben dramatische Folgen auf die Känguru-Population. LAV rief die Regierung in Rom auf, den Import von Känguru-Leder für italienische Modeunternehmen zu verbieten. Die Tierschützer argumentieren, dass die Tiere auf grausame Weise getötet werden und Jäger aus Unwissenheit oft bedrohten Arten nachstellen.

Seit Monaten wüten vor allem im Südosten Australiens heftige Buschbrände. Nach jüngsten Angaben von Premierminister Scott Morrison starben bisher 28 Menschen. Laut einer Expertenschätzung kamen mindestens eine Milliarde Säugetiere, Reptilien und Vögel bei den Bränden ums Leben. (APA)

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