Umbau bis Reiseziele: Das plant der Flughafen Innsbruck in Zukunft

Das Jahr 2020 wird für den Flughafen Innsbruck ein zukunftsweisendes. Und auch darüber hinaus ist vieles geplant. Das größte Investitionsprogramm der Geschichte steht in der Pipeline und beinhaltet ein modernisiertes Gebäude sowie neue Destinationen.

Der Innsbrucker Flughafen hat in den nächsten Jahren viel vor.
© Flughafen Innsbruck

Innsbruck – Das Jahr 2019 war für die Luftfahrt nicht das einfachste. Das bekam auch der Flughafen Innsbruck angesichts der Insolvenzen von Thomas Cook und Germania zu spüren. In den Passagierzahlen schlugen sich die Herausforderungen jedoch nicht nieder – es gab sogar ein leichtes Plus von 25.000 Passagieren und damit ein neues Rekordergebnis. Insgesamt wurden im Vorjahr 1.144.471 Flugreisende abgefertigt.

Auf diesen Zahlen ausruhen will sich die Geschäftsführung aber nicht. Daher steht 2020 ganz im Zeichen von Planungen für das „größte Investitionsprogramm in der Geschichte des Flughafens". Der Fokus liege auf nachhaltigem Wachstum und nicht auf Zuwächsen um jeden Preis, wie Flughafen-Chef Marco Pernetta am Mittwoch in einer Aussendung unterstrich.

Alles neu – sowohl drinnen als auch draußen

Ein erster Schritt sei die Generalsanierung der Piste, die zwischen September und Oktober 2021 eine vierwöchige Flughafensperre nach sich zieht. Aber auch dem zentralen Flughafenterminal und dem Ankunftsbereich werde ein komplett neuer Anstrich verpasst. Noch im ersten Halbjahr 2020 soll ein EU-weiter Architekturwettbewerb starten, dessen Ergebnis bis Ende des Jahres stehen soll. Im Idealfall könnte dann frühestens 2023 mit dem Neubau begonnen werden. Die Inbetriebnahme des neuen Gebäudes wäre dann für 2026 geplant. Die beiden zukunftsweisenden Großprojekte lässt sich der Flughafen Innsbruck 120 Millionen Euro kosten.

Neue Städte und Airlines

Die kurzfristige Planung betreffend, blickt Pernetta auf einen positiven Sommer 2020. Mit dem kroatischen Split wird die Liste der Sonnenziele um einen Direktflug erweitert. In Kooperation mit dem Tiroler Reiseveranstalter Idealtours wird die Strecke zwischen Ende Mai und Ende Juli immer freitags bedient werden. Die Mittelmeerdestinationen Griechenland, Italien, Kroatien, Spanien und die Türkei sind weiter hoch im Kurs.

Auch das Thema Städtereisen bleibt populär, weshalb auch hier aufgestockt wird. Im Linienverkehr wird easyJet die Strecke nach Berlin von bisher drei auf fünf wöchentliche Frequenzen in den Sommermonaten ausbauen. Neue Flüge aus Birmingham und Manchester werten den Sommerflugplan 2020 zusätzlich auf – die drittgrößte britische Fluglinie jet2.com ist neu im Boot, auch TUI UK und die skandinavische Norwegian konnte der Innsbrucker Flughafen nach der Cook-Pleite für sich gewinnen. (TT.com)


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