Er zeichnete „Mittelerde": Christopher Tolkien im Alter von 95 Jahren gestorben

Christopher Tolkien war Berater und der literarische Nachlassverwalter seines Vaters J.R.R. Tolkien. Für „Herr der Ringe“ zeichnete er die Karten von „Mittelerde".

Der Sohn des berühmten Autors J.R.R. Tolkien lehrte an der Universität Oxford.
© Screenshot/Twitter/TolkienSociety

Paris – Der jüngste Sohn und Nachlassverwalter des „Herr der Ringe"-Autors J.R.R Tolkien (1892-1973), Christoper Tolkien, ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 95 Jahren in Draguignan (Frankreich), wie die Tolkien-Gesellschaft mitteilte. Christopher zeichnete die Karte des fiktiven Kontinents „Mittelerde" im Hauptwerk seines Vaters und gab posthum Werke wie „Das Silmarillion" heraus. Christopher Tolkien lehrte wie sein Vater als Professor für englische Sprache an der britischen Traditionsuniversität Oxford.

Veröffentlichte zahlreiche Werke posthum

Aus dem Nachlass seines Vaters arbeitete Christopher Tolkien zahlreiche Notizen und Entwürfe aus, die 1977 als „Das Silmarillion“ veröffentlicht wurden. Drei Jahre später folgte „Nachrichten aus Mittelerde“. 2007 veröffentlichte Christopher Tolkien „Die Kinder Hurins“, ein weiteres Werk aus den Fragmenten seines Vaters. Wiederum zehn Jahre später wurde „Beren und Luthien“ von ihm herausgebracht. Das Werk war Tolkien-Fans bereits bekannt, Christopher Tolkien kommentierte die Geschichte, ordnete sie ein und machte so ihre Entstehung nachvollziehbar.

Der von Peter Jackson realisierten dreiteiligen Verfilmung von „Herr der Ringe", die zu einem Tolkien-Boom führte, stand Christopher Tolkien äußerst kritisch gegenüber. Sie werde den Büchern seines Vaters nicht gerecht, erklärte er. Seiner Ansicht nach sei das Werk ungeeignet für eine Umwandlung in ein visuelles Format. (APA/TT.com)

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