Spotify bietet nun auch Playlists für Haustiere an: So funktioniert's

Der Musik-Streaminganbieter Spotify bietet seinen Usern nun auch Playlists für Haustiere an. Erstellt wird die Liste auf Basis von Musik, die man selbst mag. Was nach einem netten Marketing-Gag klingt, ist gar nicht so abwegig.

Auf pets.byspotify.com kann man für seine Haustiere Playlists erstellen.
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Innsbruck – Klingt eigenartig, dürfte aber vermutlich auf einiges an Gegenliebe bei den Kunden stoßen: Der Streaminganbieter Spotify bietet seinen Usern nun auch Playlists für Haustiere an. Erstellt wird die Liste auf Basis von Musik, die man selbst mag.

So funktioniert's: Zunächst muss man auf pets.byspotify.com gehen. Nach der Anmeldung mit seinem Spotify-Konto muss man sein Haustier auswählen. Zur Wahl stehen: Leguan, Katze, Hund, Vogel und Hamster.

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Danach wird das Wesen des Tieres mit Hilfe von Schiebereglern abgefragt (ruhig/energiegeladen, scheu/freundlich, träge/neugierig). Anschließend können noch der Name eingegeben und ein Foto des Haustieres hochgeladen werden. Was herauskommt, ist eine automatisch erstellte Playlist mit 30 Songs, die – weil mit dem eigenen Musikgeschmack abgeglichen – theoretisch auch dem Haustierbesitzer gefallen müssten.

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Nicht mehr als ein netter Marketing-Gag?

Wofür das gut sein soll, liegt eigentlich auf der Hand: Bevor man die Songs anhören kann, bekommt man die Möglichkeit, die generierte „Set-Karte" über soziale Medien wie Facebook oder Instagram zu teilen – und genau darauf zielt Spotify ab: Werbung für seinen Streamingdienst. Also alles nur ein netter Marketing-Gag?

Jein. Tatsächlich steckt noch ein bisschen mehr dahinter. Das Unternehmen hat eine Umfrage unter 5000 Tierhaltern aus den USA, Großbritannien, Australien, Spanien und Italien durchgeführt. 71 Prozent der Befragten haben ihren Haustieren demnach schon Musik vorgespielt. Acht von zehn Teilnehmern waren außerdem der Meinung, dass ihre Vierbeiner Gefallen daran fanden (am liebsten mögen die Tiere angeblich Classical & Soft Rock). 69 Prozent singen, 57 Prozent tanzen mit ihren Tieren. Es kommt aber noch besser: Beinahe jeder Fünfte hat sein Tier nach einem Musiker (oder einer Band) benannt. Beispiele für Namensgeber sind Bob Marley, Elvis, Freddie Mercury, David Bowie und Ozzy Osbourne.

Die Umfrage ergab auch, dass die meisten Befragten glauben, dass Musik ihren Haustieren beim Entspannen hilft und sie glücklich macht. Für viele ist klar, dass Musik den Tieren das Gefühl gibt, nicht so einsam zu sein, wenn sie allein daheim sind. Letzteres ist übrigens nicht abwegig: Viele Tierpsychologen sind davon überzeugt, dass Tiere Musik mögen und dass sie gegen das Gefühl von Einsamkeit hilft. Man sollte jedoch bei der Lautstärke vorsichtig sein: Hunde und Katzen hören viel besser als der Mensch – wenn man die Musik zuhause laufen lässt, sollte sie nicht zu laut sein.

Bei der Umfrage kam übrigens auch heraus, dass 45 Prozent glauben, dass ihr Haustier nicht den gleichen Musikgeschmack habe wie sie. Ob eine Spotify-Playlist auf Basis der eigenen Vorlieben dann das Richtige ist, sei dahingestellt. (TT.com/reh)


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