Prinz Harry bekundet große Traurigkeit: „Es gab keine andere Option"

Nach dem Rückzug aus dem Königshaus sprach Prinz Harry am Sonntag erstmals öffentlich über die Umstände, die ihn und seine Frau Meghan dazu bewegt hatten, den royalen Pflichten den Rücken zu kehren.

Harry hatte sich seinen Rückzug aus dem Königshaus etwas anders vorgestellt.
© AFP/Dennis

London – Der britische Prinz Harry hat sein Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht, wie sein Rückzug von den royalen Pflichten geregelt worden ist. Er empfinde „große Traurigkeit" darüber, „dass es so weit gekommen ist", sagte Harry in einer am Sonntag von ihm im Internetdienst Instagram veröffentlichten Ansprache. Allerdings habe er keine „andere Wahl" gehabt.

Harry machte deutlich, dass ihn besonders der Verlust seiner militärischen Titel und Schirmherrschaften schmerzt, die er durch seinen zweimaligen Dienst als Soldat in Afghanistan erworben hatte. Seine Hoffnung sei gewesen, nach dem Verzicht auf öffentliche Gelder weiterhin „der Queen, dem Commonwealth und meinen militärischen Vereinigungen dienen" zu können. Doch dies sei nicht möglich gewesen.

„Als Meghan und ich heirateten, waren wir aufgeregt, hoffnungsvoll und wir wollten etwas Sinnvolles tun", sagte Harry in einer Rede vor Mitarbeitern der Hilfsorganisation Sentebale, die am Sonntag auf dem Instagram-Konto des Paares gepostet wurde.

"Traurig, dass es soweit gekommen ist"

Er fügte hinzu: „Deshalb macht es mich traurig, dass es so weit gekommen ist." Erst am Samstag hatte das Königshaus mitgeteilt, dass Harry und Meghan vom Frühjahr an auf ihre Titel „Königliche Hoheit" verzichten und keine offiziellen Aufgaben für die Queen mehr übernehmen werden. Das Paar hatte zuvor bereits selbst angekündigt, sich teilweise zurückzuziehen.

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Vorgestellt hatten die beiden sich das Ganze aber anders, wie Harry nun bestätigte. Sie hätten sich nicht leichtfertig dazu entschieden, von ihrer Rolle zurückzutreten, so Harry. „Es gab aber keine andere Option." Ihre Hoffnung sei gewesen, die bisherigen Aufgaben für die Queen, den Commonwealth und das Militär fortzuführen, aber dabei auf öffentliche Gelder zu verzichten. "Leider war das nicht möglich", sagte der Prinz.

Harry lässt alles hinter sich, was er gekannt habe

„Ich habe das akzeptiert mit dem Wissen, dass es nichts daran ändert, wer ich bin, oder wie entschlossen ich bin." Er lasse alles hinter sich, was er gekannt habe, in der Hoffnung auf ein friedvolleres Leben.

Nach tagelangen intensiven Beratungen hatte der Buckingham-Palast am Samstag mitgeteilt, dass Harry und seine Frau Meghan nicht mehr den Titel „Königliche Hoheit" tragen und keine öffentlichen Gelder mehr erhalten werden. Die Steuermittel für die millionenteure Renovierung ihres Hauses wollen die beiden zurückzahlen.

Das Paar hatte vor eineinhalb Wochen überraschend verkündet, sich weitgehend von seinen royalen Verpflichtungen zurückziehen und finanziell auf eigenen Füßen stehen zu wollen. Die beiden wollen künftig zeitweise in Nordamerika leben.

Monatelange Gespräche, jahrelange „Herausforderungen"

Harry sagte nun in der Ansprache vor Unterstützern seiner Hilfsorganisation für junge Menschen mit HIV in Afrika, die Entscheidung für den Rückzug von den royalen Pflichten habe er „nicht leichthin" getroffen. Sie sei nach monatelangen Gesprächen und jahrelangen „Herausforderungen" gefallen.

Zugleich bekundete der 35-Jährige seinen „höchsten Respekt" für Königin Elizabeth II. Er sei ihr sowie der übrigen Familie „unglaublich dankbar" für die Unterstützung, die sie ihm und Meghan in den vergangenen Monaten gegeben hätten. (APA/AFP/dpa)

Video: Prinz Harry empfindet große Traurigkeit


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