Wiederentdeckter Klimt: Mutmaßliche Diebe melden sich

Gegenüber einer italienischen Lokalzeitung haben zwei Männer den Diebstahl zugegeben. Die Polizei ermittelt, ob sie tatsächlich etwas mit dem Verschwinden des Klimt-Gemäldes zu tun gehabt haben.

Das Gemälde wurde nach 23 Jahren in Italien wieder entdeckt.
© AFP/Polizia di Stato

Rom – Zwei mutmaßliche Diebe eines Gemäldes des Jugendstilmalers Gustav Klimt haben sich in Italien gestellt. Sie hätten sich gegenüber einer Lokalzeitung selbst beschuldigt, bestätigte die Polizei in der Stadt Piacenza der Deutschen Presse-Agentur. Ob es sich wirklich um die Diebe des Gemäldes handelt, das im Dezember nach fast 23 Jahren wiederentdeckt wurde, muss noch überprüft werden. Es werde in alle Richtungen ermittelt, so die Polizei, keine Spur werde ausgeschlossen.

Die Echtheit des Gemäldes „Bildnis einer Frau“ war vergangene Woche bestätigt worden. Es war im Dezember im Garten des Museums Ricci Oddi in Piacenza aufgetaucht. Dort war es 1997 verschwunden. Gärtner hatten es in einem Müllsack verpackt beim Aufräumen in einem Verlies in einer Hofmauer des Museums gefunden. Die Lokalzeitung La Libertà berichtete, dass zwei Männer aus Piacenza in dem Fall verhört worden seien. Beide seien wegen anderer Diebstähle bereits vorbestraft.

Der österreichische Maler Klimt (1862-1918) soll das Bild in einer Serie von Damenporträts zwischen 1916 und 1918 gemalt haben. (dpa)


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