Auf unbestimmte Zeit: Vatikan belässt Schönborn trotz Rücktrittgesuch im Amt

Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn wird weiter voll im Amt bleiben. Der Papst lehnte das Rücktrittsgesuch ab, somit wird Schönborn auf unbestimmte Zeit weiter bestellt.

Kardinal Christoph Schönborn (Archivaufnahme)
© HANS PUNZ

Wien – Trotz seines Rücktrittsgesuchs und seines vor einigen Wochen erlittenen Lungeninfarkts bleibt der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn im Amt, und das auf unbestimmte Zeit. Das teilt der Vatikan Schönborn mit, berichtet die Kathpress. Die Entscheidung in diese Richtung war allgemein erwartet worden.

Mit Vollendung des 75. Lebensjahres muss jeder Bischof der katholischen Kirche seinen Rücktritt anbieten. Kardinal Christoph Schönborn, der am Mittwoch dieses Alter erreicht, hat das bereits im Zuge der Amazonien-Synode im Oktober persönlich gegenüber Papst Franziskus getan. Mit der Antwort aus dem Vatikan ist jetzt klar, dass der Papst das Rücktrittsgesuch des Wiener Erzbischofs weder mit sofortiger Wirkung, noch "jetzt für später" angenommen hat. Vielmehr bleibt Schönborn als Erzbischof von Wien voll im Amt, jedoch vorläufig und auf unbestimmte Zeit, bis ein Nachfolger gefunden ist. Das kann durchaus einige Jahre dauern.

Der Vorsitz in der Österreichischen Bischofskonferenz, den Schönborn seit 1998 führt und formell bis November 2022 inne hat, sowie die Kardinalswürde sind davon nicht unmittelbar betroffen. Dennoch gebe es Überlegungen des Kardinals, den Vorsitz in der Bischofskonferenz bei deren nächster Vollversammlung im März zurückzulegen, gab die Erzdiözese in einer Aussendung bekannt. Vermutlich wird Schönborn den Salzburger Erzbischof Franz Lackner als Nachfolger vorschlagen. Die Wahl erfolgt durch die Bischofskonferenz. (APA)

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