„Unzustellbares Paket“: SMS von „Trackinfo“ führt zu Abo-Falle

Hinter einer SMS-Nachricht bezüglich eines angeblich unzustellbaren DHL-Pakets verbirgt sich eine teure Abo-Falle. Die Nachricht erhielten bereits zahlreiche Menschen in Österreich.

Derzeit sind gefälschte SMS von DHL im Umlauf.
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Innsbruck – Vorsicht, Betrug! Zahlreiche Menschen in Österreich erhalten derzeit SMS vom Absender „Trackinfo“ zu einem angeblichen unzustellbaren Paket. Dahinter verbirgt sich jedoch eine Abo-Falle.

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Ein Link in der Nachricht führt zu einer gefälschten Website des Zustelldienstes DHL, wo man angeblich seine Sendung verfolgen kann. Folgt man den Anweisungen, heißt es dann, wegen Überschreitung des Maximalgewichts der Sendung seien zwei Euro zu bezahlen. Erst nach getätigter Zahlung werde der Versand des Pakets fortgesetzt.

Die SMS stammt jedoch nicht von DHL – sie ist samt der dazugehörigen Website das Werk von Kriminellen, wie die „Watchlist Internet“ bereits vor einigen Tagen warnte. Mit der Zahlung der geforderten zwei Euro tappt man demnach in eine Abo-Falle. Man startet damit eine Mitgliedschaft bei einem unbekannten Dienst, der monatlich mit 71 Euro zu Buche schlägt und automatisch von der Kreditkarte abgezogen wird. In einem versteckten Kostenhinweis im Kleingedruckten wird darauf hingewiesen.

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Sie sind in die Falle getappt?

Die „Watchlist Internet“ rät Betroffenen, erstmals nach Kontaktdaten des Anbieters zu suchen. Einen Hinweis dazu findet man womöglich auf der Kreditkartenabrechnung. Kontaktieren Sie den Anbieter und fordern Sie die sofortige Kündigung des unrechtmäßig zustande gekommenen Vertrags und eine Rückerstattung sämtlicher Beträge.

Bleibt das erfolglos, sollten Sie sich mit Ihrem Kreditkartenanbieter in Verbindung setzen. Fordern Sie eine Rückerstattung aller abgebuchten Beträge, die Sie nicht bewusst freigegeben haben. Beträge, die ohne Ihre Zustimmung abgebucht wurden (z.B. weil Sie beim Kauf nicht ausreichend hingewiesen wurden oder die Beträge über den Wert Ihrer Bestellung hinausgehen), sind gemäß § 67 Zahlungsdienstleistungsgesetz 2018 von Ihrem Zahlungsdienstleister zurückzuerstatten. Wenn möglich, lassen Sie den Abonnement-Anbieter auch für sämtliche weiteren Abbuchungen sperren. (TT.com)

Infos und Beratung

Die „Watchlist Internet“ bietet auf ihrer Website www.watchlist-internet.at einen Überblick über Beratungsstellen für Betroffene von Internet-Betrug.


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