Crowdinvest: Das meiste Geld fließt in Immobilienprojekte

Über österreichische Schwarmfinanzierungsportale wurden 2019 mehr als 67 Millionen Euro aufgenommen, das war ein Plus von 68 Prozent. Die durchschnittliche Investmenthöhe auf 1440 Euro geschrumpft.

Viele kleine private Geldgeber (Crowd) finanzieren beim Crowdinvesting statt einer Bank oder Großinvestoren ein Projekt oder eine Geschäftsidee, meist über Nachrangdarlehen.
© iStockphoto

Wien - Crowdinvesting, also die Aufnahme von Geld vieler kleiner Investoren, ist in Österreich eine Sache der Immobilienbranche. 2019 lukrierten die heimischen Crowdinvesting-Portale mehr als 67 Mio. Euro, davon entfielen fast 53 Mio. Euro auf Immobilienplattformen. 2017 war erst die Hälfte auf Gebäudeprojekte gefallen, 2019 schon knapp 80 Prozent.

Weitere Crowdinvesting-Kategorien waren im Vorjahr "Essen und Trinken (8,5 Prozent Marktanteil) und Nachhaltigkeit (6,2 Prozent), erhob das Branchenportal CrowdCircus. Die größte Crowd-Plattform blieb dagobertinvest, gefolgt von Home Rocket und Rendity.

Insgesamt stieg das von der Crowd in Österreich investierte Volumen 2019 um 68 Prozent. Zugelegt hat auch die durchschnittliche Projektgröße, von knapp 334.000 im Jahr 2018 auf 450.000 Euro. Die durchschnittliche Investmenthöhe ist hingegen geschrumpft, von 1.600 auf 1.440 Euro. Das alleine sei "kein schlechtes Zeichen", betonte dagobertinvest am Mittwoch in einer Presseaussendung. "Denn im Sinne der Risikominimierung empfehlen Experten Crowdinvestoren, ihr eingesetztes Kapital zu streuen - das Investment also auf mehrere Projekte aufzuteilen". (APA)

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte