Buschfeuer-Krise: Australischer Premier bekommt schlechte Noten

Der australische Premier Scott Morrison hat sich aus Sicht seiner Wähler während der Buschfeuer-Krise mehr als einmal völlig daneben verhalten.

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Scott Morrison hat während der Buschfeuer-Krise deutlich an Sympathien verloren.
© Reuters/David Gray

Sydney – Der australische Premierminister Scott Morrison hat für sein Krisenmanagement bei den Buschbränden schlechte Noten von den Wählern bekommen. In einer Umfrage lag die Zustimmungsrate für den Chef der konservativen Liberalen lediglich bei 32 Prozent, wie die Zeitung Sydney Morning Herald am Montag berichtete.

Die Regierungschefs der von den Feuern besonders betroffenen Bundesstaaten Victoria und New South Wales schnitten demnach deutlich besser ab: Daniel Andrews kam auf 58 Prozent Zustimmung, Gladys Berejiklian auf 55 Prozent. Auffällig auch: 62 Prozent der Befragten meinten, die australische Regierung unternehme nicht genug gegen den Klimawandel – laut der Zeitung waren das etwas mehr als im März 2019.

Scott Morrison stand unter anderem in der Kritik, weil er während der Feuer zum Urlaub nach Hawaii reiste. Auch in der Klimawandel-Debatte geriet der Förderer der Kohleindustrie zunehmend unter Druck. In Australien toben seit Monaten schwere Brände, die besonders im Südosten verheerende Schäden angerichtet haben. (dpa)


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