Anklage gegen Thüringer Polizisten wegen Verdachts der Vergewaltigung

Die beiden Beamten sollen Ende September im Dienst eine zuvor in Gewahrsam genommene Frau missbraucht und vergewaltigt haben. Die Polizisten gaben den Geschlechtsverkehr zu, beharren aber darauf, dass dieser einvernehmlich stattfand.

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Das Gebäude der Polizeiinspektion. Aus dieser Dienstelle sollen die zwei Polizeibeamten, die im Verdacht stehen, im Dienst eine Frau vergewaltigt zu haben, stammen.
© APA/dpa-Zentralbild/Bodo Schackow

Erfurt – Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat Anklage gegen zwei Thüringer Polizisten wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung in besonders schwerem Fall erhoben. Die beiden Beamten sollen Ende September im Dienst eine zuvor in Gewahrsam genommene Frau missbraucht und vergewaltigt haben, wie die Behörde am Montag mitteilte.

Die beiden Beschuldigten räumten demnach ein, mit der Frau in deren Wohnung Sex gehabt zu haben, dieser soll nach Darstellung der Beamten einvernehmlich erfolgt sein. Die Polizisten, die zur Tatzeit in der Landespolizeiinspektion Gotha tätig waren, sollen der Anklage zufolge die 32-Jährige zunächst wegen einer Identitätsfeststellung in polizeilichen Gewahrsam genommen haben. Anschließend sollen sie gemeinsam mit der später Geschädigten zu deren Wohnung nach Marlishausen gefahren sein, wo sie mit der Frau nacheinander Geschlechtsverkehr gehabt haben sollen. Dabei sollen sie ihre Dienstwaffe dabei gehabt haben.

Die Anklage lautet auf gemeinschaftlichen sexuellen Missbrauch einer behördlich Verwahrten, sexuellen Missbrauch unter Ausnutzung einer Amtsstellung und gemeinschaftliche Vergewaltigung in besonders schwerem Fall. Allein bei letzterem Tatvorwurf droht eine Freiheitsstrafe bis zu 15 Jahren. Die Beschuldigten sitzen seit Anfang Oktober in Untersuchungshaft. (APA/AFP)

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