Immer mehr Anzeichen für neuen Vulkanausbruch in Island

In der Nähe der bei Touristen beliebten „Blauen Lagune" auf der Halbinsel Reykjanes werden seit fast einer Woche eine Serie kleiner Erdbeben sowie das „Aufblähen" eines Berges festgestellt.

Im April 2010 hatte die Eruption des kleineren isländischen Vulkans Eyjafjallajökull einen Monat lang den Flugverkehr in Europa lahmgelegt.
© APA (dpa/S.Olafs)

Reykjavik – In Island droht ein neuer Vulkanausbruch. In der Nähe der bei Touristen beliebten „Blauen Lagune" auf der Halbinsel Reykjanes werden seit fast einer Woche eine Serie kleiner Erdbeben sowie das „Aufblähen" eines Berges festgestellt, wie die isländische Wetterbehörde am Montag mitteilte. Die Behörden setzten vor diesem Hintergrund die Warnstufe für Flugzeuge auf „gelb" herauf. Dies bedeutet, dass ein Vulkan „Anzeichen erhöhter Unruhe" aufweist.

Der heftigste Erdstoß hatte nach Angaben der Wetterbehörde eine Stärke von 3,7. Zudem sei der Berg Thorbjorn um bis zu vier Millimeter pro Tag angewachsen. Bis Sonntag wuchs er um insgesamt zwei Zentimeter an. Das „Aufblähen" dürfte mit einer Ansammlung von Magma mehrere Kilometer unter der Erdoberfläche zusammenhängen. Die Behörden kündigten an, die weitere Entwicklung zu beobachten.

Im April 2010 hatte die Eruption des kleineren isländischen Vulkans Eyjafjallajökull einen Monat lang den Flugverkehr in Europa lahmgelegt. Mehr als 100.000 Flüge wurden damals gestrichen, gut acht Millionen Reisende saßen zum Teil tagelang auf Flughäfen fest. (APA/AFP)

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