Vierter Schladming-Sieg: Kristoffersen zieht mit Raich gleich

Der Norweger setzte sich 0,34 Sekunden vor Alexis Pinturault (FRA) und 0,83 vor dem dreifachen Saisonsieger Daniel Yule (SUI) durch. Halbzeit-Spitzenreiter Marco Schwarz wurde im Finale disqualifiziert.

Henrik Kristoffersen siegte in Schladming.
© GEORG HOCHMUTH

Schladming – Der Norweger Henrik Kristoffersen hat am Dienstag seinen vierten Sieg im Weltcup-Slalom in Schladming gefeiert und mit dem Rekord-Gewinner Benjamin Raich gleichgezogen. Der Wahl-Salzburger setzte sich 0,34 Sekunden vor Alexis Pinturault (FRA) und 0,83 vor dem dreifachen Saisonsieger Daniel Yule (SUI) durch. Halbzeit-Spitzenreiter Marco Schwarz wurde im Finale disqualifiziert.

Schwarz verzeichnete im zweiten Lauf einen schweren Fehler, kam nur als 27. ins Ziel und wurde auch noch disqualifiziert. Damit war Michael Matt als 15. der bestplatzierte Österreicher. Das ist das schlechteste ÖSV-Abschneiden in einem Herren-Weltcupslalom seit Alta Badia im Dezember 2006, als kein Österreicher in den Top 30 gelandet war. Der Franzose Clement Noel verbesserte sich im Finale vom 30. auf den vierten Rang (+0,99).

Marco Schwarz hat die Führung nach dem ersten Durchgang nicht ins Ziel gebracht..
© ERWIN SCHERIAU

Schwarz hatte nach den Rängen drei in Adelboden und zwei in Kitzbühel seinen ersten Slalom-Sieg im Visier. Doch in der Entscheidung warf ihn ein schwerer Fehler aus dem Rennen. "Sehr schade, ich wollte das heimfahren", meinte der WM-Dritte im ORF-Interview. "Ich habe attackiert, da können Fehler passieren. Das ist sehr bitter." Dabei sei er vor dem zweiten Lauf entspannt gewesen, sagte der 25-Jährige, der zum dritten Mal in seiner Karriere nach Halbzeitführung ausschied, so wie im Vorjahr in Adelboden und Zagreb.

Auch Kristoffersen kam auf der Fahrt zu seinem zweiten Slalom-Saisonsieg nicht fehlerfrei durch. "Nach dem Fehler war der Kopf weg, da war es nur noch gerade, gerade, gerade", sagte der Norsker zu seinem Missgeschick und fragte: "Wie ist es möglich, mit so einem Fehler ein Rennen zu gewinnen?" Der Franzose Clement Noel verbesserte sich im Finale vom 30. auf den vierten Rang (+0,99), er hatte im ersten Durchgang einen schweren Fehler verzeichnet und 2,60 Sekunden Rückstand auf Schwarz.

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Die Flitzerin löste die Zeitnahme im Ziel aus.
© ERWIN SCHERIAU

Eine Flitzerin hat für Aufregung gesorgt. Die nur spärlich bekleidete Frau lief im zweiten Durchgang während der Fahrt des Südtirolers Alex Vinatzer auf die Strecke und löste unmittelbar vor dem Südtiroler die Zeitnahme im Ziel aus. Durch die zu früh ausgelöste Zeit wähnte sich Vinatzer in Führung, kurz darauf wurde die Zeit aber korrigiert.

Die Flitzerin hielt ein Schild hoch, auf dem "RIP Kobe 24 #Legend" zu lesen war. Sie erinnerte an die kürzlich verstorbene US-Basketball-Legende Kobe Bryant. Der Ex-NBA-Star war am Wochenende bei einem Hubschrauberabsturz in Kalifornien ums Leben gekommen. Laut ORF soll die Flitzerin, die im Ziel von Sicherheitskräften abgeführt wurde, auch schon in der Fußball-Champions-League in Erscheinung getreten sein. (APA)

Slalom der Herren in Schladming:


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