Peruanische Oppositionspolitikerin Fujimori erneut in U-Haft

Die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori sieht sich in der weitverzweigten Affäre um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert.

Keiko Fujimori ist erneut in Untersuchungshaft genommen worden.
© APA/AFP/GONZALEZ

Lima – Die peruanische Justiz hat die unter Korruptionsverdacht stehende Oppositionspolitikerin Keiko Fujimori erneut in Untersuchungshaft genommen. Ein Richter in Lima ordnete am Dienstag eine Untersuchungshaft von 15 Monaten für die 44-jährige Rechtspopulistin an. Sie wurde unmittelbar danach festgenommen.

Fujimori hatte bereits 13 Monate in U-Haft verbracht und war im November entlassen worden. Gegen ihre Freilassung hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Dem Berufungsantrag gab der Richter nun statt.

Korruptionsvorwürfe gegen Ex-Präsidenten-Tochter

Die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori sieht sich in der weitverzweigten Affäre um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Sie wird beschuldigt, für ihren Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2011 rund 1,2 Millionen Dollar (1,09 Mio. Euro) an illegaler Parteifinanzierung von Odebrecht angenommen zu haben.

Fujimori hatte erst zwei Tage vor ihrer erneuten Festnahme einen massiven politischen Rückschlag erlitten. Bei vorgezogenen Parlamentswahlen büßte ihre Partei Fuerza Popular rund 60 Sitze ein und verlor ihren Status als stärkste parlamentarische Kraft. Der parteilose und reformorientierte Staatschef Martín Vizcarra ging damit gestärkt aus den Wahlen hervor. Fujimori hatte einen frontalen Blockadekurs gegen seine Reformen betrieben, die unter anderem auf Eindämmung der Korruption abzielen. (APA/AFP)


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