Emotionaler Höhenflug für Tirols Volleyball-Ass Wohl Wohlfahrtstätter

Zwischen Lemberg und Lissabon: Die Hypo Tirol AlpenVolleys gastieren heute im CEV-Cup in der Ukraine, der Tiroler Volleyballer Peter Wohlfahrtstätter in der Champions League mit Benfica in Warschau.

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Daumen nach oben: Der Tiroler Volleyballer Peter Wohlfahrtstätter sorgt mit Benfica Lissabon in Portugal weiterhin für Furore.
© Benfica Lissabon

Innsbruck – Für das nächste Tiroler Triple in Portugal ist bereits angerichtet: Die Volleyballer von Benfica Lissabon holten sich vergangene Woche im prestigeträchtigen Duell gegen Erzrivale Sporting einen souveränen 3:0-(19, 14, 21)-Sieg – mittendrin als Mittelblocker am Netz, der Tiroler Peter Wohlfahrtstätter: „Es war nicht nur sportlich wichtig, sondern auch emotional. Das Stadtduell zu verlieren, wäre vor allem für die Fans ein emotionaler Untergang.“

Rund 3000 Zuschauer („Mehr gehen nicht in die Halle rein“) feuerten den Unterländer und seine Kollegen frenetisch an, um schließlich den 19. Sieg im 19. Liga-Spiel (von insgesamt 26) zu bejubeln. Vor zehn Tagen gelang zudem der Aufstieg ins Viertelfinale des Taca de Portugal – dem portugiesischen Volleyball-Cup. Der Supercup steigt erst im Herbst.

„Wir sind auf einem guten Weg“, gibt sich der 30-Jährige in seiner zweiten Saison dort zuversichtlich. Sein einziger Zweifel: Rivale Sporting sei durch den klaren Sieg zuletzt gewarnt: „Vielleicht war es sogar etwas blöd, dass wir so über sie drübergefahren sind. Das werden sie nicht so auf sich sitzen lassen wollen.“

Österreichs Nationalteamkapitän fühlt sich in Portugal pudelwohl, wie er sagt. Nicht nur, weil selbst im Jänner das Wetter beinahe kurzärmlige Shirts zulässt: „Das Umfeld ist perfekt hier und ich habe sehr viel Besuch, immer ist was los.“ Neben Familie, Freunden und Kollegen ist der Brixentaler auch in Kontakt mit Handball-Nationaltorhüter Thomas Bauer (Porto), der bei der Heim-EM zuletzt glänzte. „Ja, das war stark, was die Jungs da abgeliefert haben“, lobt Wohlfahrtstätter seine Ball-„Verwandten“.

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Die Gründe für seinen sportlichen Erfolg sieht er indes im Mannschaftsgefüge. Nur zwei Spieler hätte man zum Vorjahr durch bessere ersetzt, „wir haben viel Routine und einen großen Kader“, beschreibt der 2,04-Meter-Mann. Einzig in der Champions League musste man in der aktuellen Saison zwei Niederlagen einstecken: in der Zwischenrunde um den Aufstieg ins Viertelfinale gegen Perugia (ITA) und Tours (FRA) jeweils ein 1:3. Heute geht es in der Rückrunde auswärts gegen Warschau (3:1-Hinspielsieg) weiter: „Jetzt zählt’s. Das Selbstvertrauen ist groß – das haben wir Sporting abgenommen.“ (sab)

„50:50-Chance auf ein Weiterkommen“

Innsbruck – Für die bewegte Geschichte der ukrainischen Stadt Lemberg, dem heutigen CEV-Cup-Gegner, bleibt den Männern der Hypo Tirol AlpenVolleys Haching keine Zeit. Nach der gestrigen Anreise stand am Abend noch ein Training an, heute Vormittag erfolgt der Abschluss – bevor es im Achtelfinal-Hinspiel (Rückspiel 11. Feb.) gegen Barkom-Kazh­any um 18 Uhr (MEZ) ernst wird. Die Ukrainer hatten sich erst in einem „Golden Set“ gegen Thessaloniki durchgesetzt. Stefan Chrtiansky rechnet mit einem härteren Gegner, als es als zuletzt VaLePa Sastamala (FIN) war: „Ich schätze die Chancen auf 50:50 für ein Weiterkommen.“ (sab)


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