Frächter fordern Lang-Trucks und kritisieren "Verbotskultur"

Die Transportwirtschaft betont sich, dass sich am derzeitigen Gesamtgewicht nichts ändern wollen, aber die Zuglänge der Fahrzeuge zulegen soll. Dadurch würden aus drei herkömmlichen Lkw zwei Lang-Lkw.

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Momentan dürfen Lastzüge bis zu 18,75 Meter lang sein und ein Gesamtzuggewicht von höchstens 40 Tonnen aufweisen. (Symbolfoto)
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Wien - "Wir bekennen uns zum Klimaschutz und stellen uns aktiv der Diskussion", betonte heute, Freitag, Günther Reder, Fachverbandsobmann der Transporteure bei einem Branchentreffen in der Wirtschaftskammer. Eine "Lkw-Verbotskultur" ist dabei aber nicht hilfreich, so Reder, anspielend auf die Schwerverkehrsfahrverbote in Tirol. Vielmehr seien "neue Zugänge" gefordert, etwa die Zulassung von Lang-Lkw.

Er meine dezidiert keine sogenannten "Giga-Liner", also Lastwägen mit einer Länge von bis zu 25,25 Meter und einem höchst zulässigen Gesamtgewicht von 60 Tonnen. Rieder wünscht sich, dass sich am derzeitigen Gesamtgewicht nichts ändert, aber die Zuglänge der Fahrzeuge zulegen darf. Dadurch würden aus drei herkömmlichen Lkw zwei Lang-Lkw. Momentan dürfen Lastzüge bis zu 18,75 Meter lang sein und ein Gesamtzuggewicht von höchstens 40 Tonnen aufweisen (mit Ausnahmen, z.B. für den Holztransport). Während somit in einen Sattelzug 34 Paletten passen, kann ein Giga-Lkw in Deutschland auf ausgewählten Strecken bis zu 53 Paletten tragen.

Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr, verwies heute auf die Kapazitätsgrenzen der Bahn. Auch hier könnten Lang-Lkw aushelfen. Denn das Ziel der Regierung, mehr Personen mit der Bahn zu befördern, bedeute mehr Konkurrenz für den Gütertransport auf der Schiene - und bei Bahnen werde immer die Personenbeförderung bevorzugt.

"Mehr Sachlichkeit"

Klacska fordert mehr Sachlichkeit in der Transitdiskussion, denn nicht jeder Lkw auf der Autobahn fahre durch Österreich. "66 Prozent der Tonnen werden im Inlandsverkehr transportiert, die durchschnittliche Wegstrecke beträgt 47 Kilometer", rechnete er heute bei der WKÖ-Veranstaltung "Vermeiden, verringern, verbessern - Wie der Straßengüterverkehr zur CO2-Reduktion und Klimazielen beitragen kann" vor.

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Die EU-Abgeordnete Barbara Thaler (ÖVP) betonte in ihrem Beitrag, sie stehe für "Klimaschutz mit Hausverstand", man müsse auch darauf achten, dass der Wohlstand in Österreich erhalten bleibe. "Die Straße wird bald umweltfreundlicher sein, als man heute glauben möchte", meinte sie und stellte klar: "Was ich nicht mag, ist zwei Sektoren gegeneinander auszuspielen." (APA)


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