Hinrichtung von Vergewaltigern in Indien erneut verschoben

2012 war eine 23-jährige Studentin in einem Bus in Neu Delhi von sechs Männern derart brutal vergewaltigt und gequält worden, dass sie 13 Tage später ihren schweren inneren Verletzungen erlag.

  • Artikel
Symbolfoto.
© EPA/HARISH TYAGI

Neu-Delhi – Ein indisches Gericht hat am Freitag erneut die Hinrichtung von vier Männern verschoben, die wegen der brutalen Gruppenvergewaltigung einer indischen Studentin in Neu Delhi vor sieben Jahren zum Tode verurteilt wurden. Einer der Männer habe noch nicht alle Rechtsmittel ausgeschöpft, bei einem weiteren stehe noch die Antwort auf ein Gnadengesuch an den Präsidenten aus, erklärte das Gericht.

Einen neuen Termin nannte es nicht. Die vier Männer waren im September 2013 zum Tode verurteilt worden. Einen ersten Hinrichtungstermin am 22. Jänner hatte das Gericht in Neu Delhi um zehn Tage verschoben. Nun sollten die vier Männer am Samstag um 06.00 Uhr (Ortszeit) gleichzeitig durch den Strang sterben. Im ganzen Land waren bereits Freudenfeiern geplant.

Der Fall hatte landesweit und auch international für Entsetzen gesorgt: Im Dezember 2012 war die 23-jährige Studentin Jyoti Singh in einem Bus in Neu Delhi von sechs Männern derart brutal vergewaltigt und gequält worden, dass sie 13 Tage später ihren schweren inneren Verletzungen erlag. Zuvor war sie jedoch noch in der Lage gewesen, ihre Angreifer zu identifizieren.

Ursprünglich saßen alle sechs an der Tat beteiligten Männer in Haft. Der mutmaßliche Anführer der Gruppe wurde jedoch tot in seiner Gefängniszelle gefunden, er soll Suizid begangen haben. Ein Mann war zur Tatzeit 17 Jahre alt und wurde deshalb nur zu drei Jahren Haft verurteilt. Er kam bereits 2015 wieder frei. (APA/AFP)

10x Wanderausrüstung zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Schlagworte