Bombenentschärfung in Venedig: Verkehr unterbrochen

Obwohl die etwa 220 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe auf dem Festland und nicht in der historischen Altstadt mit ihren Kanälen entdeckt worden war, mussten auch Touristen mit Behinderungen rechnen.

Zeitweise sollen weder Züge noch Busse mehr fahren zwischen Venezia Mestre und Venezia Santa Lucia.
© MARCO BERTORELLO

Venedig – Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe in Venedig sind Sonntag früh die Maßnahmen zur Entschärfung angelaufen. Aus Sicherheitsgründen sollten zunächst rund 3.500 Menschen ihre Häuser verlassen.

Obwohl die etwa 220 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe auf dem Festland und nicht in der historischen Altstadt mit ihren Kanälen entdeckt worden war, mussten auch Touristen mit Behinderungen rechnen. Denn für die Entschärfung sollten wichtige Teile des Verkehrs an Land und auf dem Wasser unterbrochen werden, wie die Stadt mitgeteilt hatte. Auch der Luftraum sollte für den "Bomba Day" ab 8.30 Uhr vorübergehend gesperrt werden.

Die eigentlichen Arbeiten an der Bombe dürften erst im Laufe des späteren Morgens beginnen. Sie sollten mehrere Stunden dauern. Der Sprengkörper war nach Medienberichten in der Nähe des Industriehafens Marghera bei Bauarbeiten ans Licht gekommen. Der Fundort liegt nicht weit von den Bahngleisen. Deshalb sollten zeitweise weder Züge noch Busse mehr fahren zwischen Venezia Mestre und Venezia Santa Lucia. Die Sperre der Zugänge zur UNESCO-Welterbestadt war im Jänner angekündigt worden.

Von wann genau die Bombe stammt, wurde nicht mitgeteilt. Die Lagunenstadt war aber 1944 von US-Angriffen getroffen worden. (APA/dpa)

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