Glatzköpfe wurden in Studie als schlechtere Führungskräfte gesehen

Eine Studie der University of Otago in Neuseeland hat ergeben, dass glatzköpfige Männer für viele schlechtere Vorgesetzte als Personen mit vollem Haar sind.

Symbolfoto.
© DESIREE MARTIN

Dunedin – Für Angestellte sind glatzköpfige Männer schlechtere Vorgesetzte als Personen mit vollem Haar. Kahle Führungskräfte gelten für viele als jugendlicher und attraktiver, wie eine Studie der University of Otago ergibt. Den Autoren der Studie zufolge ist das Aussehen extrem wichtig, um als Führungskraft Autorität auszustrahlen.

„Kahlköpfigkeit ist ein sehr gewöhnliches Phänomen bei älteren Männern, weswegen viele Führungspersönlichkeiten davon betroffen sind. Dadurch zeigt sich, dass Menschen oft oberflächliche Informationen bei der Entscheidung verwenden, wen sie als Anführer bevorzugen“, erläutert Studienleiterin Nancy Blaker.

Das Forschungs-Team hat ein Experiment mit 1457 Teilnehmern durchgeführt. Der ersten Gruppe zeigten die Forscher Fotos von 31 Männern. Diese wurden digital manipuliert, sodass je eine Version der Männer mit vollem Haar, eine glatzköpfige Version und eine kahl werdende Variante zu sehen waren. Die Studienteilnehmer mussten die Männer nach Eigenschaften wie ihrem Alter, ihren Führungsqualitäten, ihrer Maskulinität, Attraktivität und ihrer Dominanz beurteilen.

Glatze hat keine Führungsqualität

Es zeigte sich, dass glatzköpfige und kahl werdende Männer zwar häufig als maskuliner und dominanter gesehen wurden als Männer mit vollem Haar, letztere jedoch deutlich öfter als die besseren Führungskräfte galten. Ein rasierter Kopf strahlt immer noch mehr Dominanz aus als ein natürlich kahl werdender. Männer mit vollem Haar gelten als jünger und attraktiver. Blaker zufolge müssen Männer darauf achten, welche Wirkung sie erzielen wollen, sollten sie vorhaben, sich den Kopf zu rasieren. (pte)


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