Schuldbekenntnis nach Schüssen an Schule: Wegen Transsexualität gehänselt

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Nach der Schussattacke an einer Schule im US-Bundesstaat Colorado im vergangenen Jahr hat sich der erste der mutmaßlichen Täter des Mordes schuldig bekannt. Als Transjunge sei er wiederholt von seinen Mitschülern gehänselt worden, sagte der 16-Jährige zur Begründung seiner Tat, wie US-Medien am Freitag unter Berufung auf Dokumente des Gerichts in Castle Rock berichteten. So habe ein Mitschüler ihn wiederholt als „sie“ bezeichnet.

Bei dem Vorfall an einer weiterführenden Schule in Highlands Ranch südlich der Hauptstadt Denver war im Mai 2019 ein 18 Jahre alter Junge getötet worden.

Urteil am 18. Mai

Transsexualität bezeichnet das Gefühl, mit dem falschen Geschlecht auf die Welt gekommen zu sein. Ein Mensch, der bei der Geburt das Geschlecht weiblich zugewiesen bekommt, tatsächlich aber männlich ist, wird oft als Transjunge oder Transmann bezeichnet.

Dem 16-Jährigen droht nun lebenslange Haft. Sollte er in ein Sonderprogramm für minderjährige Straftäter aufgenommen werden, könnte er laut Gericht schon in 20 bis 25 Jahren mit einer Freilassung rechnen. Das Urteil soll am 18. Mai verkündet werden.

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Ein weiterer Verdächtiger, der zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt war, hatte zunächst auf nicht schuldig plädiert. Er soll laut Berichten am 14. April für eine weitere Anhörung vor Gericht erscheinen. (dpa)


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