Boko-Haram-Abspaltung: Jihadisten töteten mindestens 30 Zivilisten in Nigeria

Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. In dem Gebiet ist die Miliz Islamischer Staat Provinz Westafrika (Iswap) aktiv, die sich von Boko Haram abgespalten hat.

Bilder der Zerstörung nach dem blutigen Angriff der Terroristen.
© AUDU MARTE

Abuja – Im Nordosten Nigerias haben Jihadisten mindestens 30 Menschen getötet und zahlreiche Frauen und Kinder entführt. Die Angreifer attackierten am Sonntagabend Dutzende Fahrzeuge in der Nähe von Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno, wie ein Sprecher der Regionalregierung am Montag mitteilte. Demnach wurden 18 Fahrzeuge in Brand gesteckt und drei Busse entführt.

Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. In dem Gebiet ist die Miliz Islamischer Staat Provinz Westafrika (Iswap) aktiv, die sich von Boko Haram abgespalten hat.

Am Montag zählten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP Dutzende abgebrannte Lastwagen, Busse und Autos entlang der Straße. Ein Angehöriger einer Miliz, die mit der Armee gegen die Jihadisten kämpft, sprach von rund 30 verbrannten Lastwagen. "Viele Lkw-Fahrer und ihre Assistenten sind tot, im Schlaf bei lebendigem Leibe verbrannt", sagte er. Wieviele Menschen in den entführten Bussen saßen, sei unklar.

In den vergangenen Monaten wurde die Straße zwischen Maiduguri und der Stadt Damaturu im benachbarten Bundesstaat Yobe immer wieder von Kämpfern der Iswap angegriffen. Die Straße ist lebenswichtig für die Versorgung der mehrere Millionen Einwohner zählenden Stadt Maiduguri.

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Durch die Kämpfe der Jihadisten mit den nigerianischen Sicherheitskräften wurden seit dem Jahr 2009 rund 35.000 Menschen getötet, zwei Millionen Menschen ergriffen die Flucht. (APA, AFP)


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