Explosion nahe Militärakademie in Kabul: Mindestens sechs Tote

Der Anschlag beendet mehrere Monate relativer Ruhe in der afghanischen Hauptstadt. Diese Phase hatte Spekulationen genährt, dass die radikalislamischen Taliban sich mit Gewaltakten in größeren Städten bewusst zurückhielten, um ihre Friedensverhandlungen mit der US-Regierung nicht zu gefährden.

Immer wieder kommt es in Kabul zu Anschlägen, meist passieren diese in der Nähe von militärischen Einrichtungen.
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Kabul – Bei einer Explosion in der afghanischen Hauptstadt Kabul unweit einer großen Militärakademie sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Unter den Getöteten seien vier Soldaten und zwei Zivilisten, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Nasrat Rahimi, am Dienstag. Weitere mindestens zwölf Personen, darunter fünf Zivilisten, seien verletzt worden.

Rahimi zufolge hatte ein Attentäter am frühen Morgen (Ortszeit) seine Sprengstoffweste in der Nähe der Marschall-Fahim-Akademie im Südwesten der Stadt gezündet. Lokale Medien berichteten, er habe dies an einer Bushaltestelle getan, die von Kadetten wie Zivilisten genutzt werde.

Das Gebiet sei von Sicherheitskräften weitgehend abgesperrt worden, hieß es weiter. Fernsehbilder zeigten Rettungswagen, die im dichten Schneetreiben zum Anschlagsort unterwegs waren. Bisher bekannte sich niemand zu dem Angriff. Es war der erste größere Anschlag in Kabul seit Ende November. Im Vorjahr waren bei größeren Anschlägen in der Hauptstadt mehr als 250 Menschen getötet und mehr als 1100 verletzt worden. (APA/dpa)

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