Thailands Militärchef entschuldigt sich nach Amoklauf

Ein Soldat hatte am Samstag Waffen aus einem Militärstützpunkt in der nordöstlichen Provinz Nakhon Ratchasima gestohlen und ein Blutbad angerichtet. 30 Menschen starben, 58 weitere wurden verletzt.

Ein Soldat der königlichen Armee hatte das Blutbad in Thailand angerichtet.
© AFP/Suwanrumpha

Bangkok – Der Militärchef von Thailand hat sich bei den Angehörigen der Opfer eines Amoklaufs durch einen Soldaten entschuldigt. „Es tut mir leid, und ich möchte mein tiefes Beileid ausdrücken wegen dieser Tragödie, bei der ein Soldat der königlichen thailändische Armee der Täter war“, sagte Armee-Chef Apirat Kongsompong am Dienstag in Bangkok. Bei der Pressekonferenz kämpfte er mit den Tränen.

Ein Soldat hatte am Samstag Waffen aus einem Militärstützpunkt in der nordöstlichen Provinz Nakhon Ratchasima gestohlen und ein Blutbad angerichtet. Er nahm in einem Einkaufszentrum Geiseln und wurde von Spezialkräften erschossen. 30 Menschen wurden getötet, den Täter mit eingerechnet. 58 Opfer wurden verletzt. Für Thailand war es der schlimmste Amoklauf, den das südostasiatische Land in den vergangenen Jahren erlebt hat.

Militärchef Apirat versprach zudem Änderungen beim Militär. So soll es künftig eine Möglichkeit für Soldaten geben, sich über ihre Vorgesetzten zu beschweren. Das Motiv des Täters lag laut Apirat darin, dass dieser von seinem Vorgesetzten und dessen Verwandten ungerecht behandelt wurde. In einem Immobiliengeschäft seien Absprachen bei der Zahlung gebrochen worden. (dpa)


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