Die Haie hoffen noch: Jeder Sieg zählt jetzt fast doppelt

Mit dem heutigen Heimspiel (19.15 Uhr) gegen Dornbirn haben die Innsbrucker Haie im Kampf um ein Play-off-Ticket wirklich nichts mehr zu verschenken. Acht Spiele stehen in der Qualifikationsrunde noch aus.

Das Feuer auf der Haie-Bank soll in den kommenden Tagen lichterloh brennen.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – „Heimat bist du großer Söhne“ – das trifft auf den Spielernachwuchs der Innsbrucker Haie zu. Da hatten die Sprösslinge von John Lammers und Tyler Cuma gestern auf der Tribüne viel Freude, ihren Vätern beim Training zuzusehen.

Der Ernst des Eishockey-Lebens, in dem es auch um Verträge für die Zukunft geht, holt die Cracks in der Quali-Runde der Erste Bank Eishockeyliga in den kommenden zweieinhalb Wochen mit Sicherheit ein. Acht Spiele in den 19 Tagen entscheiden darüber, wem in der unteren Tabellenhälfte doch noch der Sprung ins Play-off gelingt. Und da stehen die Haie heute vor einem „Muss“-Sieg gegen den Tabellennachbarn aus Dornbirn, der nach dem Trainerwechsel unter Coach Kai Suikkanen in den letzten beiden Spielen Beton anrührte. Nach einem 1:0-Penaltysieg in Villach gab es einen 2:1-Overtime-Heimsieg über Znojmo. Wenn man so will, reichte somit ein einziges Tor in der regulären Spielzeit über 120 Minuten für vier Punkte.

„Wir müssen sie gleich wie Villach beschäftigen. Wir müssen hart spielen, müssen den Weg direkt vor das Tor suchen und auch vor unserem eigenen Gehäuse hart verteidigen“, führt Innsbrucks Headcoach Rob Pallin aus.

Bis auf die Langzeit-Verletzten Flo Pedevilla, Daniel Wachter und Ondrej Sedivy, für die die Saison beendet ist, sind alle Mann an Bord. Miha Zajc (SLO) und Michael Kuprian (ÖEHV-Nachwuchsauswahl) steigen nach Teameinsätzen heute wieder ein, Zeit zum Verschnaufen gibt es bis 29. Februar keine mehr.

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In dieser Woche der Wahrheit – nach Dornbirn spielen die Haie am Freitag in Fehervar und am Sonntag zuhause gegen Znojmo – fordert auch Vorstandsmitglied Kurt Mitterer zwei Siege ein. Pallin rechnet den möglichen Gang ins Play-off-Viertelfinale mit „fünf Siegen und ein paar Extrapunkten“ (mit Niederlagen in Verlängerung oder im Penaltyschießen, Anm.) hoch.

Jeder Tag zählt. „Wir müssen jetzt einmal gegen Dornbirn gewinnen“, weiß Pallin. Dabei müssen die Haie auch einen Weg an Dornbirn-Goalie Juha Järvenpää vorbei 
finden, der zuletzt „on fire“ war. Womit sich der Blick auch auf den Kasten der Innsbrucker Haie richtet: Stanley-Cupsieger Scott Darling kann sein diskussionswürdiges Engagement bis Ende Februar mit starken Leistungen rechtfertigen. „Wir sind durch viele Stürme gegangen – die sorgen für Chaos, aber auch für klare Köpfe“, setzt Pallin darauf, dass der 5:3-Sieg gegen Villach positive Spuren hinterlassen hat.


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