Mittelfinger als Reaktion auf Provokation? „Ich hab’ mich am Arsch gekratzt"

WSG-Kapitän Ferdinand Oswald rückte nach dem Pokal-Aus in Lustenau in den Fokus der Lustenau-Fans. Spuckattacken und Angriffe mit Fahnenstangen soll der Torhüter mit einer obszönen Geste gekontert haben.

Ein Fingerzeig aus dem Pokalfight gegen Lustenau, der im Ländle einige erzürnt haben soll – WSG-Keeper Ferdinand Oswald.
© Screenshot/ORF

Von Alex Gruber

Wattens, Lustenau – Als wäre das Aus im ÖFB-Cup-Viertelfinale bei Zweitligist Austria Lustenau für die WSG Tirol nicht schon bitter genug gewesen, tauchten zu Wochenbeginn auch noch ein paar leidige Nachwehen auf – in erster Linie ein Bild, das WSG-Keeper Ferdl Oswald mit vermeintlich ausgestrecktem (Mittel-)Finger an seinem Allerwertesten zeigt. Eine Geste, die den Lustenau-Fans hinter seinem Tor gegolten haben könnte.

„Mir ist davon nichts bekannt, aber die Spieler sollen sich natürlich in erster Linie auf ihre Leistung konzentrieren. Und auf Provokationen reagiert man am besten mit Erfolg und den haben wir momentan leider nicht“, führte Sportmanager Stefan Köck aus. Dass die Bundesliga wegen des pikanten Schnappschusses ermitteln wird, scheint unwahrscheinlich. Vorerst wäre als Bewerbsträger ohnehin der ÖFB am Zug.

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„Ich hab’ mich am Arsch gekratzt und es steht nirgendwo, dass das verboten ist“, meldete sich Oswald zu Wort: „Wir werden bespuckt und es wird versucht uns mit Fahnen zu schlagen. Und ich werde von meiner Siebenjährigen gefragt, was es heißt, wenn die Fans ‚Oswald, du Hurensohn‘ schreien“, reagierte der 29-jährige Bayer angesichts der Begleitumstände verärgert darauf, dass ihm da jemand einen Strick drehen wolle.

Ein anderer grundsätzlich sehr besonnener WSG-Kicker wurde in Lustenau auch Opfer einer Attacke. Innenverteidiger Ione Cabrera wurde beim Gang in die Kabine von der Tribüne aus angespuckt. „Sie sollen jubeln und sich freuen, aber anspucken muss ich mich nicht lassen. Deswegen war ich so erregt“, sagte der Spanier. Nachsatz: „Das Cup-Aus tut mir leid für den Verein, unsere Präsidentin und Fans.“ Der 34-jährige Routinier richtete den Blick am trainingsfreien Montag auch gleich wieder aufs Wesentliche: „Wir müssen nachdenken und uns auf Rapid (Bundesligastart am Sonntag, Anm.) konzentrieren.“ Im Allianz-Stadion warten ja dann noch viel mehr heiße Fans ...


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