Premier Johnson tauscht Teil seines Kabinetts aus

Das Postenkarussell in der britischen Regierung dreht sich. Kulturministerin Morgan und Wirtschaftsministerin Leadsom könnten Berichten zufolge ihre Posten verlieren.

Vor allem einige Frauen sollen ihre Posten verlieren, darunter Wirtschaftsministerin Andrea Leadsom.
© JUSTIN TALLIS

London – Der britische Premierminister Boris Johnson tauscht einen Teil seines Kabinetts aus. Die neuen Mitglieder werden am Donnerstag bekanntgegeben, wie ein Regierungssprecher am Dienstag in London bestätigte. Britischen Medien zufolge könnten vor allem einige Frauen ihre Posten verlieren, darunter Kulturministerin Nicky Morgan und Wirtschaftsministerin Andrea Leadsom.

Derzeit gehören dem 31 Mitglieder starken Kabinett lediglich acht Frauen an. Außen-, Innen- und Finanzministerium bleiben Berichten zufolge unverändert. So sollen etwa Finanzminister Sajid Javid und Außenminister Dominic Raab, beides entschiedene Brexit-Verfechter, ihre Posten behalten.

Berater soll Umbildung vorangetrieben haben

Johnsons Berater Dominic Cummings soll die Kabinettsumbildung vorangetrieben haben. Ein Team von Zeichentrick-Superhelden (PJ Masks) könnte einen besseren Job machen als das ganze Kabinett, sagte Cummings dem Sender BBC in einem bizarren Interview vor seinem Haus. Der Wahlkampfstratege gilt als hochintelligent und unberechenbar. Das neue Kabinett soll schon an diesem Freitag zusammenkommen.

Johnson muss auch einen neuen Leiter für die UN-Klimakonferenz im November in Glasgow benennen, nachdem er die frühere Klima- und Energie-Staatssekretärin Claire O‘Neil geschasst hatte. Sie warf Johnson daraufhin öffentlich Mangel an Führungsqualitäten vor.

Als aussichtsreicher Kandidat für den Posten gilt der frühere Umwelt- und jetzige Staatsminister Michael Gove. Auf eine Rückkehr ins Kabinett hofft der frühere Brexit-Minister Steve Barclay. Seine Aufgaben endeten mit dem EU-Austritt Großbritanniens am 31. Jänner. (APA/dpa/AFP)


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