Nach Unfall von Müller: Vorspringer am Kulm angemeldet

„Wenn andere Athletinnen und Athleten nun besser abgesichert sind, bekommt mein Unfall wenigstens einen Sinn“, wurde Müller in einer Aussendung der Sportgewerkschaft younion zitiert.

Der Sturz des mittlerweile 25-jährigen Skispringers Lukas Müller wurde als Arbeitsunfall eingestuft.
© gepa

Bad Mitterndorf – Nach dem Unfall von Lukas Müller werden Vorspringer beim kommenden Skiflug-Weltcup am Kulm nach dem ASVG als Dienstnehmer angemeldet. Das hat am Donnerstag die Sportgewerkschaft younion unter Berufung auf die Athleten berichtet und ist vom Österreichischen Skiverband (ÖSV) bestätigt worden.

Müller hatte sich am 13. Jänner 2016 im Rahmen der Skiflug-WM bei einem Sturz als Vorspringer eine schwere Wirbelsäulenverletzung zugezogen, es war eine inkomplette Querschnittlähmung diagnostiziert worden. Nach einem Rechtsstreit wurde der Unfall 2019 als Arbeitsunfall anerkannt. „Wenn andere Athletinnen und Athleten nun besser abgesichert sind, bekommt mein Unfall wenigstens einen Sinn“, wird Müller nun in einer Aussendung der Gewerkschaft zitiert.

>>> Rechtssicherheit für Lukas Müller: Sturz am Kulm war ein Arbeitsunfall

Der Vorsitzende der Sektion Sport in der younion, Gernot Baumgartner, sagte darin u.a.: „Der Druck, den wir seit längerem auf den ÖSV ausüben, hat anscheinend Wirkung gezeigt. Es ist allerdings nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung und kein ausschließliches ÖSV-Problem. Der gesamte österreichische Sport ist nach wie vor verunsichert und die Politik ist gefordert, eigene auf den Sport ausgerichtete Maßnahmen zu schaffen.“ (APA)

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