Dreßen triumphierte in Saalbach, ÖSV-Abfahrer nicht am Podest

Abfahrts-Sieg-Hattrick für Dreßen in dieser Saison: Der Deutsche gewann in Saalbach hauchdünn vor den Schweizern Feuz und Caviezel. Bester Österreicher: Kriechmayr als Sechster.

Ungläubiger Blick auf die Anzeigetafel: Bei Thomas Dreßen leuchtete erneut der Einser auf.
© BARBARA GINDL

Saalbach-Hinterglemm – Thomas Dreßen feierte am Donnerstag seinen fünften Sieg im Ski-Weltcup. Der Deutsche gewann die Abfahrt von Saalbach 0,07 Sekunden vor dem Schweizer Beat Feuz, der damit unmittelbar vor dem Gewinn der Abfahrtskugel feststeht. Hinter Feuz folgten mit Mauro Caviezel, Carlo Janka und Niels Hintermann drei weitere Schweizer auf den Plätzen drei, vier und fünf.

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Als bester Österreicher landete Vincent Kriechmayr an der sechsten Stelle, Matthias Mayer – 2015 in Saalbach Doppelsieger – schaffte es als Elfter nicht in die Top Ten. Damit endete auch die fünf Rennen währende Serie von Heimsiegen bei Herren-Weltcup-Abfahrten (Paris/Bormio, Feuz/Wengen, Mayer/Kitzbühel, Dreßen/Garmisch).

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Sieger Dreßen: „Ja spinn' ich?"

„Im Ziel habe ich mir gedacht: ‚Ja spinn‘ ich?‘ Und das nach dem Schnitzer oben nach der ersten Zwischenzeit – da habe ich geglaubt, der Ski ist weg“, erzählte Dreßen im Ziel. Der 26-Jährige hält bereits bei drei Saisonsiegen in der Königsdisziplin. Hoffnungen auf den Abfahrts-Weltcup macht sich der Bayer bei 194 Punkten Rückstand auf Feuz bei noch zwei ausstehenden Rennen nicht mehr. „Da kann man Beat verdientermaßen schon jetzt gratulieren. Er war der konstanteste in dieser Saison.“

Kriechmayr war als Sechster bester Österreicher und haderte nach einer fehlerhaften Fahrt mit seiner Leistung. Kitzbühel-Sieger Matthias Mayer kostete ein schwerer Schnitzer im Mittelteil eine bessere Platzierung. „Für den Sieg hätte es auch ohne den Fehler nicht gereicht, ein Podium wäre aber möglich gewesen“, gestand der zweifache Olympiasieger.

Am Freitag (11.00 Uhr/live TT.com-Ticker) haben die ÖSV-Herren die Chance zur Revanche. In Saalbach-Hinterglemm – Ersatzort für die wegen des Coronavirus abgesagten Rennen im chinesischen Yanqing – steht ein Super-G auf dem Programm. (TT.com)


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