50-jährige Tirolerin bei Skitour im Gadertal tödlich verunglückt

Die 50-Jährige aus dem Zillertal stürzte bei der Abfahrt vom Piz Piz Boé 300 Meter über eine steile Rinne ab. Für sie kam jede Hilfe zu spät.

Symbolfoto.
© Thomas Böhm

Corvara – In Corvara im Südtiroler Gadertal ist bereits am Donnerstag eine Tirolerin bei einer Skitour tödlich verunglückt. Die 50-Jährige aus dem Zillertal stürzte 300 Meter über eine steile Rinne ab. Für sie kam jede Hilfe zu spät.

Passiert ist der Unfall bei der Abfahrt vom 3152 Meter hohen Gipfel des Piz Boé, wie die Südtiroler Tageszeitung Dolomiten berichtete. Die Zillertalerin, die in Aschau lebte, Lehrerin von Beruf war und als erfahrene Skitourengeherin galt und deshalb auch gut ausgerüstet gewesen sein soll, war gemeinsam mit einem Begleiter unterwegs. An einer eisigen Stelle habe die Frau plötzlich das Gleichgewicht verloren, sei ausgerutscht und dann durch eine steile Rinne oberhalb des so genannten Mittagstals gefallen, heißt es in dem Artikel weiter. Erst nach rund 300 Metern sei die 50-Jährige leblos liegen geblieben.

Alarm schlug ein Bergführer, der mit einer anderen Gruppe Tourengeher in dem Gebiet unterwegs war und den Absturz beobachtet hatte. Einige andere Wintersportler sollen auch zu ihr abgefahren sein, hätten aber nichts mehr für sie tun können. „Wenn man an einer ausgesetzten Stelle, wie jener, wo die Frau zu Sturz gekommen ist, abrutscht, hat man kaum mehr eine Chance, sich zu halten“, zitiert die Dolomiten einen Bergretter, der an der Bergung der Zillertalerin beteiligt war.

Noch am Donnerstag wurde die Leiche ins Tal nach Corvara gebracht. Wann sie nach Tirol überstellt werden kann, ist noch nicht bekannt. Im Einsatz standen die Bergrettung des Aiut Alpin von Hochabtei und der Rettungshubschrauber Aiut Alpin Dolomites. (TT)

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