Koalas in New South Wales von Buschfeuern hart getroffen

Durch Feuer, Dürre und Abholzung geht wichtiger Lebensraum für die heimischen Beutelbären verloren. Einige Koalapopulationen könnten bis 2050 oder noch früher verschwunden sein.

Koalas müssen in Teilen Australiens möglicherweise zu bedrohten Arten erklärt werden.
© EPA/dpa/Sebastian Kahnert

Sydney – Die Buschbrände in Australien haben den Koalas in New South Wales stark zugesetzt. Ersten Erhebungen zufolge sei die Koalapopulation in dem östlichen Bundesstaat um 80 bis 85 Prozent gesunken, sagte Stuart Blanch von der Umweltschutzorganisation WWF bei einer parlamentarischen Untersuchung in Sydney am Dienstag. „Auf der Grundlage unserer Informationen wäre ich nicht überrascht, wenn wir 10.000 Koalas durch Feuer und Dürre verloren hätten“, sagte er den Abgeordneten. Einige Koalapopulationen in dem Bundesstaat könnten bis 2050 oder noch früher verschwunden sein.

Durch Feuer, Dürre und Abholzung gehe wichtiger Lebensraum für die heimischen Beutelbären verloren, sagte die Biologin Kara Youngentob von der Australian National University. Populationen leben derzeit in verschiedenen australischen Bundesstaaten.

Seit dem vergangenen September haben die Buschfeuer in New South Wales rund 5,4 Millionen Hektar Land zerstört. Das entspricht in etwa der Fläche Kroatiens. Ein Expertengremium, das sich mit den Auswirkungen der Buschbrände auf die heimischen Tierarten befasst, hatte bereits vergangene Woche vor einer Zerstörung von Lebensräumen gewarnt. Die Experten forderten Notfallmaßnahmen und eine Strategie, um eine Erholung der betroffenen Gebiete zu erwirken. Im Januar hatte Umweltministerin Sussan Ley gesagt, dass die Koalas in Teilen Australiens möglicherweise zur bedrohten Art erklärt werden müssten. (dpa)

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