Innsbrucker Theresienbräu soll weitergeführt werden

Das Innsbrucker Theresienbräu soll nach seiner Insolvenz weitergeführt werden. Start einer Reihe von Events ist der Faschingsdienstag. Anfang April sollen die Gläubiger über die Möglichkeiten der Weiterführung informiert werden.

Im Rahmen des Sanierungsverfahrens wird der Betrieb der Theresienbrauerei und Gaststätte GmbH in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße fortgeführt.
© Theresienbräu

Innsbruck – Viel Aufregung herrschte in Innsbruck, als die Betreiber des bekannten Innenstadt-Lokals Theresienbräu Anfang Februar Insolvenz anmeldeten. Nun wurde am Landesgericht Innsbruck ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung angemeldet.

Laut dem KSV 1870 ist der Insolvenzverwalter und Sanierungsexperte Hannes Flir zuversichtlich, dass die Ausarbeitung eines nachhaltigen Sanierungskonzepts gelingen kann. Die Einstellung eines erfahrenen Betriebsleiters werde dabei einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung einer klaren Kostenstruktur im Unternehmen der Schuldnerin leisten, so der Gläubigerschutzverband.

Ein Event am Faschingsdienstag ist der Startpunkt einer Reihe von geplanten Veranstaltungen. Dabei soll das für den jeweiligen Anlass extra gebraute Bier im Szenelokal wieder vermehrt in den Mittelpunkt gestellt werden.

Gläubiger müssen zustimmen

Am 1. März findet am Landesgericht Innsbruck ein Verhandlungstermin statt. „Die Gläubiger müssen sich eine Meinung darüber bilden, ob das Quotenangebot der Schuldnerin für sie attraktiv ist" erklärt Klaus Schaller, KSV1870-Regionalleiter West. Insbesondere habe die Theresienbrauerei und Gaststätte GmbH nachvollziehbar darzustellen, wie die Finanzierung einer Sanierungsplanquote in den nächsten beiden Jahren aus dem laufenden Geschäftsbetrieb heraus gelingen kann.“

TT-ePaper gratis testen und eine von fünf Snow Cards Tirol gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt mitmachen
TT ePaper

Neben einem einschneidenden Todesfall – 2018 starb der Alleingesellschafter Christian Lanquetin – kämpfte das Unternehmen nach eigenem Bekunden auch mit dem im Herbst 2019 eingeführten Rauchverbot in der Gastronomie. Dies habe zu erheblichen Umsatzeinbußen geführt. Zudem haben zuvor gesetzte Restrukturierungsmaßnahmen bisher nicht den gewünschten Erfolg gezeitigt. (hu)


Kommentieren


Schlagworte