Um Schmerz zu lindern: Forscher raten zu Social-Media-Pause nach Trennung

Laut Forschern der University of Colorado werden Trennungen durch soziale Medien nur noch schmerzhafter. Nach dem Ende einer Beziehung sollte man sich daher eine Pause von Facebook oder Instagram nehmen.

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© Pixabay

Boulder, Wien – Wer sich nach dem Ende einer Beziehung in sozialen Medien herumtreibt, macht die Trennung zusätzlich schmerzhaft. Das ergab eine Studie der University of Colorado. Demnach stoßen Nutzer im Netz fast unweigerlich auf Inhalte, die ihre Verflossenen zeigen. Die Forscher empfehlen daher, sich nach einer Trennung vorerst von Plattformen wie Facebook und Instagram möglichst fernzuhalten.

Die Wissenschafter haben 19 Probanden interviewt, die in den vergangenen 18 Monaten eine Trennung durchgemacht hatten. Den Befragten zufolge ist es in sozialen Medien so gut wie unmöglich, Erinnerungen an Ex-Partner zu vermeiden. Auch wenn die Teilnehmer alle möglichen Maßnahmen gesetzt hatten, um ihre Verflossenen nicht mehr sehen zu müssen, tauchten dennoch Fotos oder ähnliche Inhalte von ihnen auf. Das führte meistens zu starker Frustration.

Newsfeed ist erbarmungslos

Vor allem der Newsfeed auf Facebook kündigt erbarmungslos den Anfang einer neuen Beziehung von Ex-Partnern an. Ein Teilnehmer erfuhr davon, weil sein Mitbewohner einem Posting ein Like gab und war die letzte Person aus ihrem Freundeskreis, die davon erfuhr. Zwar gibt es auf Facebook die Option, nach der Trennung die Inhalte des Ex-Partners zu verstecken, jedoch gilt das nur, wenn User zuvor ihren Beziehungsstatus angegeben und dann geändert haben.

Die Forscher empfehlen daher, nach einer Trennung vorerst eine Social-Media-Pause einzulegen, bis sie den Herzschmerz verarbeitet haben. (TT.com)

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