Coronavirus trifft Lufthansa: 13 Langstreckenflieger am Boden

Die Lufthansa und ihre Töchter Swiss und Austrian Airlines hatten jüngst alle Flüge zum chinesischen Festland bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März ausgesetzt.

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Frankfurt - Die Folgen des Coronavirus belasten die AUA-Mutter Lufthansa deutlich. "Wir haben derzeit konzernweit 13 Flugzeuge am Boden wegen des Coronavirus", sagte ein Airline-Sprecher am Donnerstag. Es handelt sich demnach um Langstreckenmaschinen, die derzeit nicht nach Festland-China fliegen. "Das hat spürbare wirtschaftliche Folgen."

Erste Analysen, wie stark dies Gewinn und Umsatz dämpfe, werde die Lufthansa auf der Bilanzpressekonferenz am 19. März vorlegen, sagte der Sprecher.

Die Lufthansa und ihre Töchter Swiss und Austrian Airlines hatten jüngst alle Flüge zum chinesischen Festland bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März ausgesetzt. Betroffen seien Verbindungen von und nach Peking und Shanghai, die zuletzt nur bis zum 29. Februar gestrichen waren. Flüge nach Nanjing, Shenyang und Qingdao waren bereits zuvor bis Ende März ausgesetzt worden. Aufgrund geringerer Nachfrage sollte auch die Kapazität für Flüge von und nach Hongkong leicht angepasst werden. Die Lufthansa streicht hier vereinzelte Flüge, und Swiss setzt im März auf den Flügen von und nach Hongkong kleinere Flugzeuge ein.

Der Lufthansa-Rivale Air France-KLM hatte am Donnerstag erklärt, die Coronavirus-Krise hinterlasse Spuren in der Bilanz. Sollten die Flüge nach China bis April ausgesetzt bleiben, werde dies den Unternehmensgewinn allein bis dahin um 150 bis 200 Mio. Euro schmälern. (APA, Reuters)


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