Zeughaus: Kulturgeschichte der Telekommunikation

In der Sonderausstellung „So fern – so nah, eine Kulturgeschichte der Telekommunikation“ reaktiviert das Museum im Zeughaus bahnbrechende Techniken unterschiedlicher Epochen.

Mit einem Morsegerät senden die Besucherinnen und Besucher den S.O.S.-Notruf der Titanic aus.
© Wolfgang Lackner

Innsbruck - Das Zeughaus in Innsbruck nimmt in der Sonderausstellung "So fern - so nah. Eine Kulturgeschichte der Telekommunikation" verschiedene Wege der Kommunikation im Laufe der Zeit unter die Lupe. Dabei spannt Kuratorin Claudia Sporer-Heis den Bogen von der Postkarte im Altertum bis zu modernen Formen des Kommunizierens. Die Ausstellung wird Donnerstagabend eröffnet.

Im Zeughaus wird bis Oktober daran erinnert, wie man sich vor den Zeiten von Facebook, WhatsApp oder Instagram verständigt hat, hieß es in einer Aussendung. Thematisiert wird auch, dass etwa ein Viertelanschluss des Haustelefons oder das Faxgerät vor nicht allzu langer Zeit noch in den Alltag integriert war. "Dass ein Großteil unserer heutigen Gesellschaft all diese Techniken noch genutzt hat und heute mit dem Smartphone Text, Ton und Bild durch die Welt schickt, zeigt wie rasant sich die Telekommunikation entwickelt", sagte Peter Assmann, Direktor der Tiroler Landesmuseen.

Herausforderungen moderner Kommunikationsformen

Ein besonderer Fokus liegt in der Sonderausstellung auf jenen Entwicklungen, die heute nicht mehr genutzt werden, aber einen spannenden technischen Charakter aufweisen. Zwei optische Telegrafen im Hof des Zeughauses verschlüsseln die Nachrichten der Besucher mit Geheimcodes. Ein Morsegerät kann bedient werden und stellt die Aufgabe, einen S.O.S.-Notruf auszusenden. Eine Rohrpost schickt einen zuvor verfassten Brief zum Frankieren durch die gesamte Ausstellung. „Die Besucher sollen alles ausprobieren können. Das ist in Museen nicht immer üblich, macht die Faszination an der damaligen Technik aber viel besser spürbar“, so Sporer-Heis,

Neben der Ausstellung von nicht mehr genutzten Geräten - die aber einen spannenden technischen Charakter haben - wie optische Telegrafen oder Morsegeräte wird auch die Frage nach den Konsequenzen und Herausforderungen moderner Kommunikationsformen gestellt. Die weltweite Vernetzung wird in der Ausstellung aufgezeigt und das Thema der Medienkompetenz beleuchtet. (APA, TT.com)


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