WSG gegen WAC: Wenn der Ferdl auf den Ferdl trifft

Welcher Ferdinand geht beim Bundesliga-Duell der WSG Tirol am Samstag (17.00 Uhr/live TT.com-Ticker) gegen den WAC als Sieger hervor: Torhüter Oswald oder Trainer Feldhofer?

Jedem „Ferdl“ das Seine – WSG-Goalie Oswald muss den Ball fangen, ...
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Von Alex Gruber

Wattens – Die Geschicht­e beim Bundesliga-Match zwischen der WSG Tirol und dem WAC wird sich am Samstag (17 Uhr) im Tivoli-Stadion im doppelten Sinne um den „Ferdl“ drehen. Da ist einerseits WSG-Keeper Ferdinand Oswald, der nach abgesessener Sperre sein Comeback gegen die Kärntner mit Sicherheit positiv gestalten will. Und da ist andererseits WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer, der einst in Innsbruck für den FC Wacker kickte und seit Winter beim WAC seine erst­e Trainerstation in der Bundesliga inne­hat. „Wer hat den besseren Ferdl?“, lautet also eine der offenen Fragen.

WSG-Sportmanager Stefan Köck bricht eine Lanze für seinen „Ferdl“: „Er ist bei uns Kapitän, hat sich in vielen Jahren nichts zuschulden kommen lassen, hatte vor seiner Sperr­e nie eine Rote Karte und war nie länger verletzt. Deswegen muss er gegen den WAC nicht an Wiedergutmachung denken, sondern einfach seine Leistung bringen.“ Und die, so Köck, war bei Oswald wie beim gesamten Team zu Saisonbeginn besser: „Wenn er diese Form wiederfindet, hilft er uns sicher weiter.“

... WAC-Coach Feldhofer die richtige Taktik finden.
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Was ist denn aus dem Feldhofer geworden, denkt sich manch einer, wenn er den seriösen WAC-Coach beobachtet und den „Ferdl“ aus der Steiermark früher in seinen Zeiten beim FC Wacker auch abseits des Platzes ein Stück weit als lustigen „Lausbuben“ kennen gelernt hat? „Am Platz war ich immer ein Vollprofi. Und zuhause bin ich immer noch lustig“, diktiert der Familienvater schmunzelnd.

Nach seiner Karriere war der 13-fache ÖFB-Teamspieler zunächst in der Privatwirtschaft als Produktmanager bei einem Software-Unternehmen tätig, ehe der Traum reifte, auch als Trainer in der Bundesliga tätig zu sein: „Ich habe viele Erfahrungen gesammelt. Man reift, das ist wie bei einem guten Wein“, sagt der 40-Jährige, der sich in der Bundesliga jetzt Woche für Woche auf Wiedersehen mit alten Kollegen (zum Auftakt war’s z. B. Hartberg-Coach Markus Schopp, mit dem er gemeinsam bei Sturm spielte) freut: „Den ,Kochi‘ (WSG-­Kicker Fabian Koch) hab’ ich als jungen Buben mit zum Wacker-Training genommen“, erinnert sich Feldhofer, der sich akribisch auf seinen Job konzentriert und wohl auch den anderen „Ferdl“ studiert.

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