Europameister in elf Sekunden: EM der Naturbahnrodler „einziges Fiasko"

Der Steirer Michael Scheikl holte sich bei der EM in Moskau am Freitag mit einem 11-Sekunden-Lauf die Goldmedaille. „Die EM hätte abgesagt gehört", schimpfte nicht nur Thomas Kammerlander.

Nach drei Kurven und elf Sekunden Fahrzeit stand Michael Scheikl als Europameister fest.
© GEPA pictures/ Mario Buehner

Moskau – Großen Ärger gibt es nach der Europameisterschaft der Naturbahnrodler in Moskau (RUS): Aufgrund des Warmwetters wurde der Einsitzer-Bewerb am Freitag auf einen Lauf verkürzt – und das mit einer Laufzeit von gut elf Sekunden. Normalerweise beträgt die Fahrzeit bei den Rennen gut 1:10 Minuten. Der Europameistertitel des Steirers Michael Scheikl in 11:11 Sekunden rückte dabei in den Hintergrund.

„Das ist ein einziges Fiasko. So etwas darf nicht sein, für unseren Sport ist das unwürdig", meinte der Ötztaler Gesamtweltcupsieger Thomas Kammerlander, der mit elf Hunderstel Rückstand Neunter (!) wurde. Schuld daran trage der Rodel-Weltverband (FIL). Kammerlander: „Die EM hätte abgesagt gehört. Aber das ist so lächerlich, dass ich mich darüber gar nicht mehr aufregen will."

Ein Protest wurde abgelehnt. Für Samstag ist der Doppelsitzer-Bewerb ebenfalls in einem Lauf angesetzt.

Bei den Damen gewann erneut Evelin Lanthaler. Die Südtirolerin setzte sich vor der Russin Jekaterina Lawrentewa (+0,03) und der Oberösterreicherin Tina Unterberger (0,04) durch. (rost)

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte