Heimische Agrareinkommen stiegen 2019 um 2,2 Prozent

Laut Statistik Austria erhöhte sich heuer das durchschnittliche Einkommen je Arbeitskraft im Jahresvergleich real um 2,2 Prozent, nach einem Minus von 4,3 Prozent 2018. Der Produktionswert stieg vor allem in der Schweinehaltung.

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Wien - Nach einem Rückgang 2018 sind die landwirtschaftlichen Einkommen im Vorjahr wieder leicht gestiegen. Laut zweiter Vorschätzung der Statistik Austria erhöhte sich heuer das durchschnittliche Einkommen je Arbeitskraft im Jahresvergleich real um 2,2 Prozent, nach einem Minus von 4,3 Prozent 2018. Der Produktionswert stieg vor allem in der Schweinehaltung, Einbußen gab es indes in der Rinderproduktion.

Insgesamt produzierten die österreichischen Agrarbetriebe Waren in Höhe von rund 7,6 Milliarden Euro, ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg in der tierischen Erzeugung um 2,8 Prozent sei heuer vor allem auf die gestiegenen Erlöse in der Schweinehaltung infolge der hohen Produktionsausfälle in Asien wegen der afrikanischen Schweinepest zurückzuführen, heißt es in der Aussendung am Freitag. Stabil war die Milchproduktion, die Rinderproduktion mit einem Minus von 4,5 Prozent hingegen erneut rückläufig.

Wegfall der Dürrehilfen

Auch die pflanzliche Produktion stieg um 1,8 Prozent, denn trotz neuerlicher Trockenheit im Osten Österreichs nahm laut Statistik Austria die Erntemenge im Ackerbau gegenüber der dürrebedingten niedrigen Vorjahresernte wieder zu. Abgeschwächt wurde sie durch Produktionseinbußen bei Obst (inkl. Weintrauben) mit -25,9 Prozent und Wein mit -7,8 Prozent - allerdings "nach sehr guten Ergebnissen im Vorjahr".

Die in den Einkommen berücksichtigten öffentlichen Gelder verringerten sich um 1,3 Prozent auf rund 1,5 Mrd. Euro. Den Rückgang führt die Statistik Austria vor allem auf den Wegfall der für 2018 gewährten Dürrehilfen zurück. Die Aufwendungen für Vorleistungen stiegen aufgrund von höheren Aufwendungen für Futtermittel und landwirtschaftliche Dienstleistungen sowie gestiegene Düngermittelpreise um 1,3 Prozent. Abschreibungen nahmen unterdessen um 2,4 Prozent zu.

Einkommenszuwachs um real 2,2 Prozent

Das landwirtschaftliche Faktoreinkommen betrug 2019 nach einem geschätzten Anstieg von 2,7 Prozent rund 2,8 Milliarden Euro. Der Rückgang der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte belief sich auf 1,3 Prozent - je nach Arbeitskraft bedeutete dies einen durchschnittlichen Einkommenszuwachs von nominell 4,1 Prozent und real 2,2 Prozent.

Das landwirtschaftliche Faktoreinkommen darf nicht mit den typischen Einkommen der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft verwechselt werden: Es errechnet sich aus dem Produktionswert einschließlich Förderungen, vermindert um Vorleistungen, Abschreibungen und Abgaben - was übrig bleibt, steht zur Entlohnung der Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital zur Verfügung. (APA)


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