Der Volleyball-Verband und seine voreiligen Schlüsse

Auf der ÖVV-Homepage schienen nach den Siegen von Klagenfurt (3:2 gegen den VC Tirol) und Sokol/Post Wien (3:1 gegen TI-esssecaffè-volley) diese zwei schon als Halbfinalisten auf.

TI-Trainer Rogelio Hernandez.
© BAGNG

Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck – Für den österreichischen Volleyballverband standen die Halbfinalpaarungen der Damen-Bundesliga bereits seit einer Woche fest. Auf der ÖVV-Homepage schienen nach den Siegen von Klagenfurt (3:2 gegen den VC Tirol) und Sokol/Post Wien (3:1 gegen TI-esssecaffè-volley) diese zwei schon als Halbfinalisten auf. Dabei geht die „Best-of-three“-Viertelfinalserie erst heute ins zweite Spiel. Die zwei Tiroler Trainer nehmen es mit Humor. „Das motiviert uns nur noch mehr“, sagt VCT-Coach Facundo Morando lachend, TI-Trainer Roe Hernandez erklärt schmunzelnd: „Computerprogramm­e wissen nicht, was für motivierte Menschen alles möglich ist.“

An Antrieb mangelt es den Tiroler Bundesliga-Klubs vor den heutigen Auswärtspartien (TI 16.30 Uhr in Wien, VCT 19 Uhr in Klagenfurt) jedenfalls nicht. Die Trainer befanden getrennt voneinander übereinstimmen­d: „Nichts ist unmöglich.“ Und beide ergänzten wiederum mit einer Stimme, dass es aber sicher nicht leicht werde. Nur mit einem Sieg können sie jeweils ein drittes Spiel erzwingen, das dann gleich am nächsten Tag, dem Sonntag, ebenfalls auswärts (TI 11, VCT 16 Uhr) ausgetragen wird.

Wie wollen die Coaches heute den Umschwung in der Seri­e schaffen? Für VC-Tirol-Trainer Morando führt der Weg zum Sieg über Block und Service. Die sechs in der Vorwoche erkrankten Spielerinnen seien alle wieder fit: „Es wird aber ein Kampf werden und alle wissen, dass es die letzte Chance ist.“ TI-Coach Hernandez setzt indes auf ein­e einheitlich starke Leistung: „Unser System ist die Mannschaft an sich. Wir haben keine Spielerin, die 20, 25 Punkte alleine macht.“

Entscheidend dürften heute also sowohl Tagesverfassung als auch Einstellung sein. Die zwei Trainer, beide aus Südamerika, sind sich erneut einig. Hernandez: „Es wird darauf ankommen, wie sehr sie den Sieg wollen.“ Morando ergänzt: „Wenn sie wirklich alles geben, dann könnte ich auch nach einer Niederlage ruhig schlafen.“ Besser aber wohl heute Abend in einem Hotelbett, denn nur nach einem Sieg übernachtet man in Klagenfurt bzw. Wien für ein drittes Spiel am Sonntag.

Volley League

Meister-Play-off, Viertelfinale, 2. Spiel, heute: SG VB NÖ Sokol/Post – TI-esssecaffè-volley 16.30 Uhr; ATSC Wildcats Klagenfurt – VC Tirol 19 Uhr.
 3. Spiel, falls nötig, Sonntag: Sokol/Post - TI 11 Uhr, Klagenfurt - VCT 16 Uhr.

Bereits gespielt: VCT – Klagenfurt 2:3 (22:25, 23:25, 25:19, 25:23, 5:15), TI - Sokol/Post 1:3 (17:25, 28:26, 29:31, 18:25).

Halbfinale: Linz-Steg – VCT oder Klagenfurt, Graz – TI oder Sokol/Post.


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