Zahlreiche Kollisionen: Zehn teils Schwerverletzte bei Skiunfällen in Tirol

Knochenbrüche, Kopfverletzungen, tiefe Schnittwunden und Prellungen: Skigebiete quer durch Tirol waren am Samstag Schauplatz zahlreicher Unfälle. Unter den zehn teils Schwerverletzten sind auch drei Kinder, ein Skifahrer prallte ohne Helm gegen ein Schild und in Mayrhofen stürzte eine Tourengeherin ab.

(Symbolbild)
© Parigger

Innsbruck – Aus skitechnischer Sicht verlief der Samstag in Tirol äußerst unfallreich. Vom Außerfern bis ins Zillertal gab es bei Kollisionen zehn teils Schwerverletzte – die jüngsten sind zehn, elf und zwölf Jahre alt. Während einige sich selbst in ärztliche Behandlung begaben, musste bei anderen der Notarzthubschrauber ausrücken.

In Mayrhofen musste etwa eine finnische Skitourengeherin (35) mittels Tau geborgen werden, nachdem sie bei der Abfahrt im freien Gelände in Eggalm etwa fünf Meter über einen Felsvorsprung abstürzte. Von dort aus rutschte sie weiter ab und prallte gegen einen Stein. Ihr Begleiter setzte den Notruf ab. Die 35-Jährige wurde im Schwazer Krankenhaus stationär aufgenommen.

Ebenfalls im Zillertal (Skigebiet Hochzillertal) geriet ein deutscher Skifahrer von einer roten Piste ab und prallte gegen einen Wegweiser am Pistenrand – der Mann trug keinen Helm und zog sich daher schwere Kopfverletzungen zu. Ein Heli flog ihn in die Innsbrucker Klinik.

Ein weiteres mal musste der Notarzthubschrauber gegen 14.15 Uhr ins Skigebiet Hochoetz ausrücken. Dort waren zwei einheimische Schüler – elf und zwölf Jahre alt – am Ende eines Funparks zusammengestoßen. Beide wurden schwer verletzt. Während der Jüngere selbst zum Arzt fuhr, wurde der Ältere ins Zammer Krankenhaus geflogen.

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Fahrerflucht in Ehrwald

Dorthin wurden zuvor bereits zwei deutsche Skifahrer gebracht, die gegen 12.45 Uhr am Tiefenbachferner in Sölden auf einer blauen Piste kollidierten. Dabei erlitt ein 53-Jähriger eine Gehirnerschütterung, ein 68-Jähriger renkte sich die Schulter aus.

Einen Schulterbruch hingegen zog sich ein Tiroler (64) am späten Vormittag im Skigebiet Kühtai zu. Auf einer roten Piste stieß er mit einem 55-Jährigen zusammen, der unverletzt blieb. Der 64-Jährige wurde von der Pistenrettung erstversorgt und später einem Arzt im Ort übergeben.

Selbiges war bei einer Skifahrerin (55) im Skigebiet Ehrwald der Fall. Ihr war eine Unbekannte vorne über die Skier gefahren, wodurch sie stürzte. Die Fremde hingegen fuhr einfach weiter, ohne der Frau zu helfen. Sie verletzte sich am rechten Knie.

Snowboarder saß unter Geländekante

Nur kurze Zeit später kam es in Ehrwald erneut zu einem Unfall – dieser endete für einen Snowboarder (50) mit einer tiefen Schnittwunde und einer Rippenprellung. Der Niederländer saß auf der Piste knapp unterhalb einer Geländekante und wurde von einem deutschen Skifahrer (53) übersehen; und folglich auch überfahren. Der 50-Jährige begab sich selbstständig ins Tal und suchte einen Arzt auf, der 53-Jährige blieb unverletzt.

Auch das Skigebiet Zöblen im Außerfern hatte einen Unfall zu verzeichnen. Gegen 10.45 Uhr war ein Rumäne (47) im Bereich der Talabfahrt gestürzt und gegen ein stehendes Kind (10) aus Deutschland gerutscht. Während der Mann unverletzt blieb, kam der Zehnjährige in ambulante Behandlung. Der Verletzungsgrad ist nicht bekannt. (TT.com)


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