Fäkalien in Wald angezündet: Stundenlanger Großeinsatz in Pinswang

Mit der versuchten Verbrennung von Fäkalien hat ein 32-jähriger Deutscher am Samstag einen großflächigen Waldbrand in Unterpinswang verursacht. Mehr als 100 Lösch- und Rettungskräfte waren sieben Stunden lang im Einsatz.

Betroffen war in etwa 3600 Quadratmeter großes Gebiet.
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Vils – Weil ein deutscher Wanderer seine Notdurft im Wald von Unterpinswang verbrennen wollte, mussten am Samstag sowohl österreichische (Vils, Reutte und Pinswang) als auch deutsche Feuerwehren ausrücken. „Insgesamt halfen an die 105 Einsatzkräfte und zwei Rettungshubschrauber den Brand zu löschen“, berichtete der Vilser Feuerwehrkommandant Ronny Winkler.

Die Problematik bestand darin, dass der Brand in sehr unwegsamem und felsigem Gelände ausgebrochen war. Deswegen wurden auch die Heli-kopter hinzugerufen. „Zudem haben wir noch die Bergrettung alarmiert, sie musste die Feuerwehrleute sichern“, erklärte Einsatzleiter Winkler weiter, der die Zusammenarbeit mit den deutschen Kollegen im Grenzgebiet zu Füssen sehr lobte.

Die Löscharbeiten dauerten bis 18 Uhr an.
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Der 60 Meter breite und 60 Meter lange Brand konnte nach sieben Stunden gegen 17.30 Uhr endgültig gelöscht werden – betroffen war ein in etwa 3600 Quadratmeter großes Gebiet. Personen kamen keine zu Schaden. Auch der 32-jährige Brandverursacher aus Augsburg kam ohne Verletzungen davon. Er hatte den Brand selbst angezeigt, um ein schnelles Einschreiten der Feuerwehren zu ermöglichen. (su)


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