Aussicht auf Derbys dämpft Enttäuschung bei VCT und TI-volley

VC Tirol und TI-volley schieden jeweils im Bundesliga-Viertelfinale aus. Nun trifft man im Spiel um Platz fünf direkt aufeinander.

Der VC Tirol (Maja Lasic und Nadia Brindlinger) vermochte Klagenfurt (Lucia Aichholzer) im Viertelfinale nicht zu stoppen.
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Innsbruck – Zweimal 0:3 – die Hoffnungen der Tiroler Volleyball-Damen vom VC Tirol und der TI-esssecaffè-volley für das Viertelfinalrückspiel waren schnell zerschlagen. „Wir hatten Probleme in der Annahme“, analysierte VCT-Trainer Facundo Mornado nach dem 22:25, 15:25 und 22:25 gegen Sokol/Post. „Wir erwischten einen schlechten Tag“, erklärte TI-Coach Roe Hernandez das 16:25, 18:25 und 18:25 gegen Klagenfurt. Die Zimmer für das allfällige dritte Spiel („best-of-three“-Serie) gestern in Wien bzw. Kärnten wurden storniert, den Sonntag verbrachte man bereits wieder daheim. Mit enttäuschten Mienen, aber ohne Tränen. „Es sind einfach enge Spiele, zwei, drei Punkte entscheiden schlussendlich“, sagte Mornado und blickte bereits nach vorne: „Das Team hat wieder viel gelernt und wir werden weiterhin viel lernen. Wir wollen mehr – jetzt eben in der nächsten Saison.“ Der Vertrag des Argentiniers wurde unlängst für ein Jahr verlängert, er hofft auch viele Spielerinnen beim VCT zu halten: „Dann könnten wir gleich mit Vollgas wieder loslegen.“

Auch TI-Trainer Hernandez mit kubanischen Wurzeln wird kommende Saison am Inn bleiben und schaute ebenfalls bereits voraus: „Wir sind zufrieden mit dem Weg, den wir eingeschlagen haben, und noch ist die Saison ja nicht vorbei.“

Für die TI steht am kommenden Wochenende das Cup-Final-Four in Graz an und danach das Finale der U20-Meisterschaft – bevor zum Saisonende noch die AVL-Platzierungsspiele um Rang fünf warten. Eigentlich ungeliebte Spiele, weil sportlich meist nicht mehr wertvoll und ohne emotionale Höhepunkte. Nicht so heuer: Die Tiroler Teams treffen nach den Derbys im Cup und den zwei Partien im Liga-Betrieb dabei nun erneut aufeinander – zumindest zweimal in der „best-of-three“-Serie. „Das wird sicher wieder ein toller Kampf“, freute sich VCT-Coach Morando und auch sein Gegenüber Her­nandez war sich bereits sicher: „Das wird wieder eine tolle Werbung für den Damen-Volleyballsport in Tirol.“ In der Vorsaison hatte es aufgrund des Abstiegs der TI keine Derbys gegeben, dafür in der heurigen gleich fünf bzw. sechs. „Wir holen alles nach“, sagte der TI-Trainer schmunzelnd. Noch sind die Termine aber nicht fixiert, man versucht, von 28. auf den 14. März vorzuverlegen. Morando und Hernandez sind sich einig: „Wir wollen nicht mehr so lange warten.“ (sab)

Gegner Sokol/Post Wien war schlussendlich doch zu übermächtig: Die TI-Damen (Aria Andrievskaia) verloren im Viertelfinale.
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