NASA-Mathematikerin Katherine Johnson mit 101 Jahren gestorben

Johnson gehörte zu einer Gruppe afroamerikanischer Frauen, die ab den 50er Jahren komplizierteste Berechnungen für Raumfahrt-Missionen durchführte – dafür öffentlich aber keinerlei Anerkennung erfuhr.

Katherine Johnson auf einem Foto aus dem Jahr 2017.
© FRAZER HARRISON

Washington – ie Mathematikerin Katherine Johnson, die für die US-Raumfahrtbehörde Nasa an der ersten bemannten Mondlandung 1969 mitarbeitete, ist im Alter von 101 Jahren gestorben. „Mit Trauer hat unsere NASA-Familie die Nachricht bekommen, dass Katherine Johnson heute Morgen im Alter von 101 Jahren gestorben ist“, schrieb Nasa-Chef Jim Bridenstine am Montag per Kurznachrichtendienst Twitter. „Sie war eine amerikanische Heldin und eine Pionier-Legende, die nie vergessen werden wird.“

Johnson gehörte zu einer kleinen Gruppe afroamerikanischer Frauen, die für die NASA ab den 50er Jahren komplizierteste Berechnungen für Raumfahrt-Missionen weitgehend ohne Hilfsmittel durchführte – dafür öffentlich damals aber keinerlei Anerkennung erfuhr.

Katherine Johnson an ihrem Schreibtisch im Langley Reseach Center.
© HANDOUT

Erst 2016 wurden Johnson und einige ihrer Kolleginnen durch den erfolgreichen Hollywood-Film „Hidden Figures“ einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Johnson wurde 2015 vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama mit der Freiheitsmedaille des Präsidenten, einer der höchsten zivilen Auszeichnungen der USA, geehrt. Außerdem benannte die NASA ein wissenschaftliches Forschungszentrum nach ihr. (dpa)


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