Bio-Anteil bei Schweinen in Österreich nur drei Prozent

Vom Gesamtproduktionswert der Landwirtschaft entfielen 48 Prozent auf die tierische Erzeugung. Der Selbstversorgungsgrad bei Fleisch liegt bei 106 Prozent.

Stichwort Fleischkonsum: Der Bio-Anteil bei Schweinen liegt in Österreich nur drei Prozent.
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Wien - Nur drei Prozent der Mastschweine werden in Österreich biologisch gehalten. Bei Rindern sind es rund 22 Prozent, bei Geflügel 20 Prozent. Einen hohen Anteil an biologisch gehaltenen Tiere gibt es bei Schafen (30 Prozent) und Ziegen (53 Prozent). Dies geht aus dem "Grünen Bericht" des Landwirtschaftsministeriums hervor.

- Der Produktionswert von Tieren und tierischen Erzeugnissen belief sich 2018 auf rund 3,5Milliarden Euro. Wobei bei einem minimalen Produktionsanstieg die Erzeugerpreise um 2,2 Prozent nachgegeben haben, insbesondere Schweinemäster hatten ein hartes Jahr. Vom Gesamtproduktionswert der Landwirtschaft entfielen 48 Prozent auf die tierische Erzeugung.

- Rund 906.000 Tonnen Fleisch wurden zuletzt im Inland produziert. Die größten Anteile entfielen dabei auf Schweinefleisch mit 52 und Rindfleisch mit 24 Prozent. Der Inlandsverbrauch betrug 833.800 t Fleisch (94,8 kg pro Kopf). Das entspricht nach Abzug der Knochenanteile einem menschlichen Verzehr von 557.200 t Fleisch (63,4 kg pro Kopf). Der Grad der Selbstversorgung erreichte bei Fleisch 109 Prozent.

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- Der starke Wettbewerbsdruck bei Fleisch- und Wurstwaren führte laut Grünem Bericht zu zahlreichen Insolvenzen, von denen insbesondere kleine Verarbeitungsbetriebe betroffen waren. 909 Unternehmen im Bereich Schlachten und Fleischverarbeitung erzielten 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 4,56 Milliarden Euro. Ein Jahr davor erwirtschafteten 936 Betriebe 4,43 Milliarden Euro. 18.063 Personen waren 2017 unselbstständig in der Fleischwirtschaft beschäftigt.

- Die Ausgaben der Landwirtschaft für die Tiergesundheit betrugen 2018 laut Aufzeichnungen 139 Millionen Euro (2017: 131 Millionen Euro). Um die Gesundheit der Tiere kümmerten sich rund 3100 Tierärzte. (APA)


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