Nach Weinstein-Urteil: Ex-Hollywood-Mogul jetzt „Insasse 06581138Z"

Zwei Tage nach dem Urteil ist Weinstein noch im Krankenhaus. Im berüchtigten New Yorker Gefängnis Rikers Island erwartet ihn wahrscheinlich eine spezielle Einzelzelle mit medizinischer Versorgung.

© TIMOTHY A. CLARY

New York – Nach dem Schuldspruch gegen Harvey Weinstein wegen Sexualverbrechen wird der frühere Hollywood-Mogul im New Yorker Gefängnissystem nun als „Insasse 06581138Z" geführt. Auch zwei Tage nach dem Urteil sei Weinstein jedoch immer noch nicht ins Gefängnis gebracht worden, sondern befinde sich weiter im Krankenhaus, berichteten US-Medien am Mittwoch.

Einzelzelle mit medizinischer Versorgung

Dorthin war der 67-Jährige direkt nach dem Schuldspruch am Montag gebracht worden, weil er über Schmerzen in der Brust geklagt hatte. Er sehe aber aus, als sei er „in gutem Zustand", sagte einer seiner Anwälte, Arthur Aidala, nach einem Besuch bei seinem Klienten am Dienstag. Sobald wie möglich soll Weinstein in das berüchtigte New Yorker Gefängnis Rikers Island verlegt werden, wahrscheinlich in eine spezielle Einzelzelle mit medizinischer Versorgung.

Weinstein war am Montag von einer Jury wegen Sexualverbrechen für schuldig befunden worden, allerdings nicht in allen Anklagepunkten. Dem 67-Jährigen drohen nun gleichwohl bis zu 25 Jahre Haft. Das Strafmaß will Richter James Burke am 11. März verkünden. Die MeToo-Bewegung gegen sexuelle Belästigung, die nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Weinstein entstanden war, feierte das Urteil als Meilenstein. In Los Angeles erwartet den früheren Hollywood-Mogul ein weiterer Prozess wegen Sexualverbrechen. (APA/dpa)

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