Michael Ludwig zu „SPÖ-Schlamassel": „Wir haben nichts damit zu tun"

Dem Wiener SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig missfällt, dass Pamela Rendi-Wagner die „Vertrauensfrage“ stellt. Er will Mitglieder nicht dafür mobilisieren. Bei der Wien-Wahl will er das Ergebnis von 2015 halten.

Wiens SPÖ-Chef Ludwig zur Wahl im Herbst: „Um das Ergebnis vom letzten Mal zu erreichen, werden wir uns noch anstrengen müssen.“
© APA/Fohringer

Herr Bürgermeister, beginnen wir mit Ihrer Partei …

Michael Ludwig: Der SPÖ Wien.

... der Bundes-SPÖ. Deren Zustand beschreiben selbst Genossen als desaströs. Wie kommt die SPÖ aus dem Schlamassel?

Ludwig: In Wien sehe ich kein Schlamassel. Wir konzentrieren uns auf unsere Themen – und sind gut unterwegs. Wir haben zuletzt viel für die Stadt umgesetzt. Ich kümmere mich da weniger um die Bundespolitik, sondern um das, was die Menschen im Alltag interessiert.

Sie können die Bundespolitik doch nicht ausblenden. SPÖ ist SPÖ.

Ludwig: Es ist immer die Frage, was man selber betont. Ich beschäftige mich nicht mit Personalfragen. Wir haben in Wien große Herausforderungen, die wir aber auch gut bewältigen: dass wir viel früher als erwartet einen ausgeglichenen Haushalt geschafft haben, im Unterschied zu anderen. Dass wir den Wirtschaftsstandort gestärkt haben, dass wir die Arbeitslosigkeit reduziert haben – und jetzt Themen umsetzen, die den Menschen wirklich wichtig sind: die kostenfreie Ganztagsschule, Pflegegarantie.

Viele andere beschäftigen sich sehr wohl mit der „Vertrauensfrage“, die Parteichefin Pamela Rendi-Wagner den Mitgliedern stellt. Auch in Ihrer Partei kritisieren viele, dass damit Themen überlagert werden, noch dazu vor der Wien-Wahl. Ist es klug, diese Frage zu stellen?

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