Tourismusmesse in Berlin wird Fall für Corona-Krisenstab

Der deutsche Coronavirus-Krisenstab entscheidet über die Austragung der ITB. Tirol würde teilnehmen.

Tirol will sich heuer mit elf touristischen Partnern aus sieben Regionen in Berlin präsentieren.
© Tirol Werbung / Jochum

Von Stefan Eckerieder

Berlin, Innsbruck – Insgesamt 230 Messen weltweit wurden heuer bereits aus Furcht vor der Verbreitung des Coronavirus abgesagt oder verschoben. Jetzt wackelt auch die Austragung der weltgrößten Tourismus-Messe ITB in Berlin, die am kommenden Mittwoch ihre Tore öffnen soll.

Während ein ITB-Sprecher gestern auf TT-Anfrage erklärte, „es gibt keinerlei Überlegungen, die Messe nicht stattfinden zu lassen“, scheint die deutsche Politik sich dabei weniger sicher zu sein. Heute will sich ein Krisenstab des deutschen Gesundheits- und des Innenministeriums mit den Auswirkungen des Corona-Ausbruchs auf die ITB befassen. Der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich gestern bereits für eine Absage der Messe ausgesprochen.

Die Messebetreiber hatten bereits mitgeteilt, dass Aussteller nicht auf das Messegelände dürften, die innerhalb der vergangenen 14 Tage in den jeweiligen Risikogebieten in China, dem Iran, Italien oder Südkorea waren, Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder Anzeichen typischer Symptome wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden haben. Von rund 10.000 Ausstellern aus 180 Ländern hatten bis gestern Nachmittag laut dem Messeveranstalter nur 13 ihre Teilnahme abgesagt.

Tirol will die Bühne der weltgrößten Tourismusmesse heuer, wenn möglich, wieder nutzen. „Wenn die Messe stattfindet, werden wir auch teilnehmen“, erklärte gestern Florian Neuner von der Tirol Werbung. Aus Tirol würden elf touristische Partner aus sieben Regionen mit Messeständen vertreten sein. Dabei sollen unter anderem die nachhaltige Anreise, 125 Jahre Swarovski und 25 Jahre Swarovski Kristallwelten sowie die Tiroler Alm-Kulinarik ins Schaufenster gestellt werden. Als Kulinarikpartner für die Österreich Werbung wird auch die Speisekarte in der Österreichhalle tirolerisch geprägt sein. Für die Verköstigung in der Österreichhalle sollen 50 Schüler der Innsbrucker Tourismusfachschule Villa Blanka sorgen.

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Ob sich die insgesamt 69 Aussteller aus Österreich den 160.000 erwarteten Fachbesuchern präsentieren werden können, ist aber noch offen. In den vergangenen Wochen wurden bereits unter anderem die Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona, die Baumesse Light + Building in Frankfurt oder die Erneuerbaren-Messe Biomass Innovation Expo in Mailand abgesagt oder auf Herbst verschoben.


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