Lawinenabgang in Schwendau löste Suchaktion aus

Kurz vor 12.30 Uhr ging am Freitag der Notruf bei der Leitstelle ein: Im freien Skiraum war eine Lawine abgegangen. Verschüttet wurde zum Glück niemand. Jetzt konnte der Verursacher ausgeforscht werden.

Lawineneinsatz am Horberg in Schwendau.
© ZOOM.TIROL

Schwendau – Kurz nach Mittag wurde am Freitag in Schwendau ein Sucheinsatz nach einem Lawinenabgang im freien Skiraum gestartet. Laut Auskunft der Leitstelle Tirol habe es ein positives LVS-Signal gegeben. Es wurde befürchtet, eine Person könnte verschüttet worden sein.

Eine Befürchtung, die sich aber zum Glück nicht bestätigte: Am frühen Nachmittag wurde die Suche laut Leitstelle abgebrochen. Gefunden wurde niemand. "Die Einsatzkräfte erhielten offenbar ein falsches Signal", hieß es von Seiten der Polizei.

Wenig später konnte die Polizei dann den mutmaßlichen Auslöser ausforschen: Es soll sich dabei um einen 25-jährigen gebürtigen Australier handeln. Er war laut Berichten ohne entsprechende Lawinenausrüstung in den steilen Hang eingfahren und hatte die riesige Lawine ausgelöst. Dabei hatte der Mann großes Glück und wurde selbst nicht von dem Schneebrett erfasst.

Im Einsatz standen ein Polizei- und ein Rettungshubschrauber, die Bergrettung und mehrere Hundeführer. Nach dem Zwischenfall appelliert die Bergrettung an Wintersportler, immer mit der nötigen LVS-Ausrüstung im freien Skigelände unterwegs zu sein und vor allem, Lawinenabgänge auch zu melden, damit aufwendige Suchaktionen vermieden werden können. (TT.com)

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