Zum Geburtstag gab’s den Rekord beim Ganghoferlauf

Der 50. Ganghoferlauf wurde zur Rekord-Veranstaltung: Erstmals waren über 1800 Langläufer in Leutasch auf der Loipe. Vor allem der Nachwuchs machte Freude.

Je älter der Tag wurde, desto mehr beeindruckte gestern die Kulisse beim 50. Ganghoferlauf.
© Marko

Von Roman Stelzl

Leutasch – Das beste aller Geschenke wurde den Veranstaltern des Ganghoferlaufs gestern schon vor dem morgendlichen Startschuss auf der Teilnehmerliste serviert. Nach den rund 500 Langläufern in den Klassik-Bewerben und am Ende offiziell rund 300 Kindern im Nachwuchs-Bereich kamen gestern noch einmal mehr als 1000 Skating-Spezialisten zusammen. Am Ende hieß es dann wie erwartet: Über 1800 Starter – Rekord! Das beste Präsent zum 50. Geburtstag der Tiroler Traditionsveranstaltung.

„Wir haben das erste Mal so viele Teilnehmer, das ist ein Meilenstein für den Ganghoferlauf. Auf diese Marke haben wir über Jahre hingearbeitet“, freute sich Organisator Siegfried Klotz. Angesichts des reibungslosen Ablaufs kam dem Obmann des Skiclubs Leutasch mehr als nur einmal das Wort „perfekt“ über die Lippen. Klotz: „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Darauf können wir stolz sein.“

Lob gab es auch von Seiten des Veranstalters der Euroloppet-Langlaufserie, wurde in Leutasch doch heuer zugleich die Europameisterschaft im Ski-Marathon ausgetragen. Nur marginal trübte dabei das Coronavirus die Freuden der Veranstalter, auch wenn die Teilnehmerzahl am Ende unter dem Startverbot mancher Nationen aufgrund der Ansteckungsgefahr litt (darunter auch Teile Italiens). Andere Veranstaltungen wie der diese Woche geplante Engadin-Skimarathon (mit rund 17.000 Athleten) wurden abgesagt.

Doch anstatt verlorene Gäste zu zählen, machte man sich lieber daran, die gewonnenen zu feiern. Allen voran in der Kinderklasse. Der Miniganghoferlauf lockte wieder einen Großteil der Nachwuchs-Hoffnungen auf die Loipe. „Das freut uns besonders“, sagt Klotz, der nach dem 50er für die Zukunft eine klare Direktive ausgibt: „An diesen Erfolg wollen wir anknüpfen und darauf aufbauen.“

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Schnellster Mann auf der 42 Kilometer langen Skating-Strecke war gestern Max Olex (GER) in 1:45:52,8 Std. vor Landsmann David Zobel und Paolo Fanton (ITA). Bei den Damen siegte Sigrid Mutscheller (GER) vor Tara Geraghty-Moats (USA) und Ilenia Defrancesco (ITA). Die Italiener Björn Angerer und Sara Huter siegten über die 20-Kilometer-Distanz.


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