31.500 Flüchtlinge in Österreich ohne Arbeit: Jobmesse soll helfen

Über 1000 Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte besuchten am Dienstag die von der Regierung initiierte Jobmesse in Wien. Regierungsvertreter, AMS und WKÖ warben dabei für die Jobsuche in Westösterreich.

Über 1000 anerkannte Flüchtlinge besuchten die Jobmesse in der Wiener Gösserhalle.
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Wien – Rund 31.500 anerkannte Flüchtlinge sind in Österreich derzeit auf Arbeitssuche. Über 1000 von ihnen besuchten am Dienstagvormittag eine von der Regierung initiierte Jobmesse in Wien. Ein Ziel der Messe war es, mehr Arbeitssuchende von Ost- nach Westösterreich zu vermitteln. Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) verwies bei der Eröffnung darauf, dass zwei Drittel der arbeitslosen Asylberechtigten in Wien leben.

Bereits im Vorjahr hatte die Bundesregierung eine Jobmesse für Flüchtlinge in der Wiener Gösserhalle in Zusammenarbeit unter anderem mit dem Arbeitsmarktservice (AMS), der Wirtschaftskammer (WKÖ) und der Industriellenvereinigung (IV) in Wien-Favoriten veranstaltet. Aschbacher zeigte sich mit den Ergebnissen der vorjährigen Messe zufrieden. Nach einem halben Jahr hätten knapp die Hälfte der Jobbörse-Besucher einen Job gefunden, sagte die Arbeitsministerin am Dienstag.

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Arbeitsmarktservice macht Westösterreich schmackhaft

Das Arbeitsmarktservice versucht mit mehreren Initiativen, Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigen den Ortswechsel nach Westösterreich schmackhaft zu machen. „Wir müssen Saisonarbeit erklären. Das ist nicht trivial", so AMS-Vorstand Johannes Kopf . Das AMS betreibt etwa ein Übungshotel im Salzburger Pongau, wo zwei- bis sechsmonatige Tourismusausbildungen gemacht werden können.

Anerkannte Flüchtlinge würden einen Job vor allem im Handel, Tourismus, der Landwirtschaft und bei Zeitarbeitsfirmen finden. Die Integration der Asylberechtigten in den Arbeitsmarkt sei noch immer „eine große Aufgabe", aber keine „Herkulesaufgabe" wie noch vor ein paar Jahren, so der AMS-Chef.

Wirtschaftskammer-Chef Harald Mahrer appellierte auch an die Arbeitssuchenden, Jobs in Westösterreich ins Auge zu fassen. Es gebe „große Chancen im Westen", sagte Mahrer bei der Eröffnung der Messe. Für IV-Generalsekretär Christoph Neumayer sind die Sprachkenntnisse der Asylberechtigten „für Arbeit in den Betrieben entscheidend". AMS-Vorstand Johannes Kopf verwies darauf, dass 2019 pro Monat noch immer rund 600 bis 900 anerkannte Flüchtlinge – nach dem positiven Abschluss der Verfahren - neu auf den Arbeitsmarkt gekommen seien. Ende Februar waren 26.820 Asylberechtigte und 4729 subsidiär Schutzberechtigte ohne Job. Das entspricht einem Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Bei der Jobbörse wurde Norman Yousef von Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) mit einem Anerkennungspreis für hervorragende Leistungen ausgezeichnet. Er übersiedelte für eine Kochlehre von Wien nach Salzburg.
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Bei der Jobbörse wurden ein Asylberechtigter und ein Unternehmen mit einem Anerkennungspreis für hervorragende Leistungen im Rahmen der überregionalen Arbeitsaufnahme ausgezeichnet. Norman Yousef übersiedelte für eine Kochlehre im Designhotel Haus Hirt in Bad Gastein von Wien nach Salzburg. „Er hat seine Chance genützt und ist damit Vorbild für so viele junge Menschen, die eine Lehrstelle oder einen Arbeitsplatz suchen", so Arbeitsministerin Aschbacher. Fünf anerkannte Flüchtlinge absolvieren eine Kochlehre im Haus Hirt. Sie hätten sich gegenseitig geholfen, sagte eine Hotelvertreterin. Diese Community sei hilfreich bei der Integration gewesen. (APA)

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