Innsbrucker Studierende aus Risikogebieten sollen zu Hause bleiben

Personen, die sich in Corona-Risikogebieten aufgehalten haben, fordern die Universität Innsbruck und das MCI auf, keine Lehrveranstaltungen zu besuchen. Einige Studierende sowie Lehrveranstaltungsleiter haben sich bereits abgemeldet.

Studierende, die in Risikogebieten waren, sollen die Universitätsgebäude für die nächsten zwei Wochen meiden.
© Uni Innsbruck

Innsbruck – Zum Semesterstart am Montag wurden Studierende der Leopold Franzens Universität Innsbruck (LFU) aufgefordert, nicht in die Uni zu gehen, sollten sie sich in den Coronavirus-Risikogebieten aufgehalten haben. Die Universität verweist auf die Gebiete, die laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) als gefährlich gelten und nennt Hongkong, Japan, Südkorea, Iran, Singapur, China, und die italienischen Regionen Lombardei, Venetien, Piemont und Emilia-Romagna.

Am Freitag sendete das Rektoratsteam der LFU diesbezüglich eine E-Mail an die Studierenden: „Im Zusammenhang mit der Verbreitung von COVID-19 (Coronavirus) steht die Universität Innsbruck in stetigem Austausch mit den verantwortlichen Behörden (Land und Bund), um eventuell notwendige Handlungs- und Vorsichtsmaßnahmen rasch umzusetzen", ist darin zu lesen. Die Universität habe eine TaskForce, bestehend aus Rektor, den Vizerektorinnen und -rektoren und weiteren Expertinnen und Experten, eingerichtet.

Auch Lehrende haben sich bereits abgemeldet

Wie viele Personen sich bisher abgemeldet haben, ist nicht bekannt. Die Studierenden melden sich individuell bei der jeweiligen Lehrveranstaltsleitung ab, hieß es vonseiten der Universität. Fest stehe, dass es solche Abmeldungen in den letzten Tagen gegeben hat.

Darüber hinaus hätten sich einige Lehrveranstaltungslleiter gemeldet, die in Risikogebieten waren und deshalb ihre Kurse in den nächsten 14 Tagen nicht vor Ort abhalten werden. Hier würden individuelle Alternativen – wie Online-Lehrangebote oder Verschiebungen – angeboten.

Mitteilung der Uni Innsbruck im Wortlaut

Personen, die aus den von der WHO benannten Risikogebieten (zur Zeit: Hongkong, Japan, Südkorea, Iran, Singapur, China, und den italienischen Regionen Lombardei, Venetien, Piemont und Emilia-Romagna) zurückkehren, werden aufgefordert, während der ersten 14 Tage nach Rückkehr aus diesen Gebieten ihre sozialen Kontakte freiwillig stark zu reduzieren und nicht an Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Bei Lehrveranstaltungen mit Anwesenheitspflicht werden betroffene Studierende gebeten, sich mit dieser Begründung bei den LehrveranstaltungsleiterInnen abzumelden.

Auch MCI fordert, soziale Kontakte zu reduzieren

Auch das Management Center Innsbruck fordert die Studierenden auf, zwei Wochen, nach der Rückkehr aus Risikogebieten zu warten, bevor sie wieder an Lehrveranstaltungen teilnehmen. Außerdem sollen diese Personen soziale Kontakte und Treffen mit größeren Personengruppen reduzieren. (tkl/TT.com)

Mitteilung des MCI im Wortlaut

Personen, die gerade aus einem von der WHO benannten Risikogebiet (aktuell sind dies Hongkong, Japan, Südkorea, Iran, Singapur, China und die italienischen Regionen Lombardei, Venetien, Piemont und Emilia-Romagna) zurückgekehrt sind, werden aufgefordert, während der ersten 14 Tage nach ihrer Rückkehr ihre sozialen Kontakte nach Möglichkeit zu reduzieren und nicht an Lehrveranstaltungen oder Treffen mit größeren Personengruppen teilzunehmen. Sollte dies auf Sie zutreffen, werden Sie gebeten, Ihrer Studiengangsleitung umgehend Bescheid zu geben und sich mit dieser über die weitere Vorgangsweise abzustimmen.


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